Nächster bitte – Gedanken zu Usability und Pagination

Ich stoße in letzter Zeit beim Lesen verschiedener Blogs immer wieder auf das gleiche Problem oder besser gesagt auf die gleiche Frage. Thema ist die Pagination, die man in gefühlten 100 verschiedenen Ausführungen im Netz zu sehen bekommt. Nicht nur grafisch unterscheiden diese sich, sondern auch in ihrer Funktionalität. Grundsätzlich lassen sich erstmal 2 Varianten ausmachen:

Variante A zeigt die Seitenzahlen und aktuelle Position an (Oberes Beispiel google.de), Variante B gibt nur die Möglichkeit vor und zurück zu blättern (Unteres Beispiel techcrunch.com):

Pagination auf google.de

Pagination auf techcrunch.com

Problem bei Variante B: Es scheint keine einheitliche Lösung zu geben, in welcher Richtung ältere und neuere Beiträge erreichbar sind.

Wir sind es in unserem kulturellen Raum durch Bücher und Zeitstrahle (Mehrzahl?) gewohnt, uns von links nach rechts zu bewegen, bzw. zu lesen. Diese Tatsache ist so gelernt und intuitiv. Bei einem Blog oder einer Webseite handelt es sich meist ebenfalls um eine chronologische Auflistung von Einträgen. Wenn man die gelernten Mechanismen anwendet, sollte der Aufbau also so aussehen: links -> ältere Beiträge, rechts -> neuere Beiträge

Bei einer über beschreibende Text-Links, wie z.B. “ältere Beiträge” oder “neuere Beiträge”, gesteuerten Paginatin, ist eine “verdrehte” Anordnung noch als Schönheitsfehler zu verkraften. Zu einem echten Problem wird es aber, wenn die Pagination über Pfeile gesteuert wird und nicht erkenntlich ist, wo der User klicken muss, um die nächsten gewünschten Inhalte zu finden.

Ist euch das Problem ebenfalls aufgefallen? Ist eine Website ein Sonderfall und anders zu handhaben?

pagination-usability

Weitere Gedanken dazu gibt es außerdem bei Total Usability

Gewinnspiel – Rework von den 37signals-Gründern

Wie bereits zum Blog-Jubiläum angekündigt, möchte ich den kleinen Meilenstein zum Anlass nehmen, etwas unter euch Lesern zu verlosen. Das ist das erste Gewinnspiel hier (bestimmt nicht das letzte) und würde mich über eine rege Teilnahme freuen. Jetzt geht’s los!

Was gibt es zu gewinnen?
rework-37signalsZu gewinnen gibt es für den Anfang ein Exemplar des Buches Rework von den beiden 37signals-Gründern Jason Fried und David Heinemeier Hansson. Rework ist in englischer Sprache und die beiden Autoren schreiben in relativ kurzen und kurzweiligen Kapiteln über den Erfolg als Unternehmer und sind dabei durchaus radikal. Durch Illustration und die kurzen Texte lässt sich das Buch ziemlich gut zwischendurch lesen. Stimmen zum Buch, ein paar kurze Videos und ein Inhaltsverzeichnis findet ihr hier.

Seth Godin sagt: “Ignorieren des Buches auf eigene Gefahr”.

Wie kann ich mitmachen?
Wenn ihr teilnehmen wollt, gibt 2 ziemlich einfache Möglichkeiten. Um in die Auswahl zu kommen, schreibt entweder unter diesen Artikel einen Kommentar oder twittert den Link zu diesem Artikel (Erscheint dann hier automatisch als Kommentar). Wenn ihr hier kommentiert, gebt bitte eine gültige Email-Adresse an, damit ich euch erreichen kann.
Bis zum 2. Oktober um 22 Uhr könnt ihr teilnehmen, danach werde ich den Gewinner ausgelosen.

Ich wünsche euch viel Spaß und natürlich auch viel Glück!

Wochenend-Lektüre #5

wochenend-lektuere

Außerdem heute noch eine Präsentation über persuasives Webdesign (motivierendes oder “überzeugendes” Webdesign). Eine Erklärung aus der Präsentation:

– Nehmen wir an, der Weg von A nach B ist eine Rutschbahn.
– Dann ist es die Aufgabe von Usability, diese Rutschbahn so einfach, glatt und angenehm wie möglich zu machen.
– Aber auch die glatteste Rutschbahn nützt nichts, wenn der Nutzer sich nicht entscheidet, zu rutschen, weil er gar nicht will.
– Genau das tut persuasives Webdesign: Dem Nutzer den Impuls, die Motivation geben, zu rutschen.

Habt ihr Vorschläge für die nächste Wochenend-Lektüre? Sagt mir einfach bescheid. Ich freue ich mich auf eure Artikel, Tipps oder Videos.

Icon Design – Die ersten Resultate

Das Designen von Icons fasziniert mich schon eine ganze Weile. Diese ganze Weile habe ich aber meist nur gebannt zugeschaut, wie andere (1, 2, 3) ihre ganze Kreativität auf wenige Pixel konzentrieren und echt mega coole Sachen auf so kleinem Raum schaffen.
Heute abend habe ich mir gedacht, dass ich mich endlich auch mal selbst an einem Icon probiere und eine kleine Idee umsetze. Hier sind die ersten Ergebnisse:

mail-icons

Über Feedback, besonders Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik, würde ich mich sehr freuen.

Wenn jemand von euch die Icons gerne für private oder auch kommerzielle Projekte benutzen möchte, könnt ihr sie gerne hier runterladen (png, 128×128). Nur ein Link wäre klasse!
Creative Commons Lizenzvertrag

P.S.: Ich bin noch auf der Suche nach einem dribbble-Invite ;)

Tweet Nest – Das eigene Twitter Archiv

Für mich ist Twitter neben der Kommunikation mit anderen Nutzern auch gleichzeitig ein (Bookmarking-)Service um meine gefunden Artikel, Videos oder Ressourcen zu speichern, bzw. für später zu merken. Leider gibt es dabei zwei entscheidende Nachteile: Twitter speichert lediglich eine limitierte Anzahl der eigenen Tweets und das Durchsuchen der bisher verfassten Kurznachrichten ist nicht gerade sehr komfortabel.
Andy Graulund hat dafür nun eine sehr schöne und elegante Lösung entwickelt: Tweet Nest.

tweetnest-twitter-archiv

Tweet Nest ist ein Tool, das auf dem eigenen Webspace installiert wird und über ein Script (im besten Fall regelmäßig durch einen CronJob angestoßen) alle Tweets in eine Datenbank schreibt. Das ganze wird schön in Statistiken aufbereitet und die einzelnen Nachrichten können im normalen ganzen Stream und in der Monats- oder Tagesansicht angzeigt und durchsucht werden. Live anschauen könnt ihr euch das ganze in meinem eigenen kleinen Twitter-Archiv.

Wochenend-Lektüre #4

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Und auch heute habe ich wieder ein bisschen Lesestoff fürs Wochenende:

Und zum Schluss noch ein schöner Vortrag. Ario Jafarzadeh, Experience Designer im Google Gmail Team, spricht über die Gedanken und den Prozess hinter dem neusten GMail-Feature Priority Inbox.

Der Vortrag fand im Rahmen von Zurich/CreativeMornings statt, initiiert von Tina Roth Eisenberg.

Habt ihr Vorschläge für die nächste Wochenend-Lektüre? Sagt mir einfach bescheid. Ich freue ich mich auf eure Artikel, Tipps oder Videos.

Die Youtube Instant Story

search-youtube-real-time-instant

Es ist vielleicht wieder eine dieser Geschichten, die das Internet so faszinierend und spannend machen und eine Menge Menschen hoffen lässt, das schnelle und große Glück zu finden. Der Mythos vom schnellen Reichtum und Berühmtheit besteht auch noch nach dem Platzen der Dotcom-Blase. Auch, weil ab und an wirklich etwas passiert, das einen staunen lässt und wahrscheinlich so auch nur im Internet möglich ist. In den letzten Tagen hat es den Studenten Feross Aboukhadijeh von der Stanford University getroffen. Mit einer recht einfachen Idee und etwa 3 Stunden Arbeit, wie er selbst angibt, hat er die von so vielen erhoffte Berühmtheit erlangt und sicherlich auch seine zukünftige finanzielle Situation etwas verbessert.
Kurz nach der Ankündigung und Veröffentlichung von Google Instant dachte sich Feross, ein ähnliches Prinzip auch mit der Youtube Suche umzusetzen zu können und wettete mit seinem Zimmernachbern, dass er dafür nicht länger als eine Stunde brauchen würde. Obwohl er die Wette nicht gewann, funktionierte nach 3 Stunden Youtube Instant und durchsucht nun die Videoplattform schon beim Tippen in Echtzeit und liefert passende Videos. Er veröffentlichte die Seite über Facebook und Twitter und ging dann ins Bett. Über Nacht verbreitete sich seine Idee dann ganz von alleine …
Und die Bilanz der letzten Tage kann sich sehen lassen: 715,000 Visits in sechs Tagen, eine Interviewanfrage der Washington Post, Artikel auf den Startseiten von Mashable, All Things Digital, Hacker News und Berichterstattungen von Golem, CNN, CNET, New York Times, PC Magazine, Engadget, Tech Crunch, FOX News, Venture Beat, usw. Mittlerweile gibt es auch einen Wikipedia-Eintrag zu Youtube Instant. Der Höhepunkt ist aber sicherlich das Job-Angebot von Chad Hurley (Youtube-Chef und -Gründer) über Twitter.

youtube-instant

Tja so schnell kann das gehen, eine einfache Idee zum richtigen Zeitpunkt und der Mythos Internet lebt. Ich mache mich dann mal weiter auf die Suche nach der richtigen Idee.

100 – Blog-Jubiläum und Ausblick

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Es ist soweit, der erste etwas größere Meilenstein, den ich ein bisschen feiern und für eine kleine Bestandsaufnahmen nutzen möchte, ist erreicht. Denn mittlerweile sind genau 100 längere oder kürzere Beiträge auf FRONTAND.de erschienen. Auch wenn ich dafür fast 1,5 Jahre gebraucht habe, bin ich doch ein klein wenig stolz so weit gekommen zu sein, da zwischenzeitlich auch längere Pausen dabei waren und ich mir nicht sicher war, ob es wirklich mal regelmäßig klappt mit dem Bloggen. Momentan bin ich mir aber ziemlich sicher, dass ich hier intensiver weiter machen möchte. Ich bin höchst motiviert, denn das ganze macht schon sehr viel Spaß. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei allen bedanken, die hier ab und zu oder auch regelmäßig rein geschaut haben. Vielen Dank!

Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, wie die nächsten Wochen (erstmal in kleinen Dimensionen denken) aussehen könnten und sollen. Dazu möchte ich gerne ein paar Worte verlieren:

Der größte Brocken: Themen-Schwerpunkt
Die Frage, ob ich einen Themen-Scherpunkt setzen soll, habe ich mir in letzter Zeit mehrfach gestellt. Es fiel mir bisher schwer, mich auf ein bestimmtes Thema zu beschränken, da ich hier eher ausschnittsweise interessante Sachen, die mir begegnet sind, aufgegriffen habe. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass ich mich thematisch ein bisschen stärker “einschränken” möchte. Zum einen, um die Leser besser zu führen und um mich selbst stärker fokusieren zu können und so vielleicht auch mehr Tiefe zu schaffen. Ich merke, dass es oft sehr breit wird, wenn ich über alles schreibe, was mich interessiert. Das soll nicht heißen, dass alle Themen wegfallen, sondern eher, dass die Konzentration mehr auf 1-2 ausgesuchten Themenkomplexen liegen soll.

Design
Im Prinzip bin ich schon sehr zufrieden mit dem schlichten Design. Trotzdem stößt es an einigen Ecken an seine Grenzen und im Footer/Kommentar-Bereich müssten ein paar Sachen optimiert werden. Das hatte ich schon bei der Umstellung angekündigt, muss nun also dringend mal passieren.

Neustrukturierung der Kategorien und Tags
Ein Punkt, den wohl die wenigsten schon am Anfang eines Blogs beachten: Wie werden Tags vergeben, welche Kategorien soll es geben oder wie detailiert beschreiben sie den Inhalt eines Artikels. Ich merke langsam, dass bei hier ein gewachsenes Durcheinander entstanden ist, das ich ich gerne neu ordnen würde.

Ziele
Das wichtigste Ziel ist sicherlich das regelmäßige Schreiben (Nicht nochmal 1,5 Jahre für 100 Beiträge). Dadurch kann ich auch den anderen Zielen, stetig steigende Besucherzahlen und mehr Kommunikation, näher kommen.
Insgesamt sollen aber umfangreichere Artikel entstehen, die mehr als 2 Sätze und ein Video enthalten, auch wenn diese nicht komplett wegfallen. Außerdem würde ich mich gerne auch mal im Bereich Interviews und Gastautoren versuchen. Wer als gerne mal hier einen Artikel veröffentlichen möchte oder Lust auf ein Interview hat (am besten im Bereich eines der oben erwähnten Themen), kann sich ganz locker und unverbindlich bei mir melden.


Zum Abschluss
: Ich freue mich über diese Basis und auf die nächsten 100 Artikel und ich freue mich über Feedback. Anregungen, Wünsche, Verbesserungen … alles ist willkommen!
Achja, bevor ich es vergesse. In den nächsten Tagen wird es zu diesem freudigen Anlass noch ein kleines Gewinnspiel geben!

Das Foto stammt von James Vaughan

IKEA Cats – IKEA setzt auf Katzen Content

In der Vergangenheit hat IKEA schon mehrfach bewiesen, dass man einen guten Riecher für neue und interessante Marketing Ideen hat und auch weiß, wie man sich im Bereich Social Media bewegt und für positive Effekte nutzt. Das haben unter anderem auch Guerilla Marketing im Kino oder das Gewinnspiel auf Facebook gezeigt. Für ein neues Viral vertraut man nun einem der wohl beliebtesten Tiere im Internet, der Katze (siehe dazu auch I can haz cheezburger).
Mit dem Motto “IKEA baut Möbel für Menschen – und für Katzen!” und eigener Facebook-Seite wurde die Aktion IKEA Cats gestartet. IKEA UK hat sich mit der Londoner Agentur Mother London gefragt, was wohl passiert, wenn man 100 Katzen im englischen Wembley Store frei herumlaufen lässt. Das ganze wurde auf Video festgehalten und dann später für einen TV-Spot (zweites Video) genutzt.
Creative Director Feh Tarty zu der Idee hinter dem Spot: “The idea behind the work is that cats know better than anything what makes them feel happy inside, they live their lives in pursuit of their own comfort. So we released a hundred cats in to the Ikea Wembley store, for real, to see where they went and what furniture made them happy.”

Schon jetzt lässt sich aufgrund der vielen Views und Blogartikel sagen, dass das Viral funktioniert und man eine Menge Aufmerksamkeit generiert hat. In diesem Fall lautet die einfache Formel: positive Marke + Internet-Phänomen + gute Idee/Umsetzung = funktionierendes Viral!

Das Endergebnis, der fertige TV-Werbespot, kann sich durchaus sehen lassen und setzt die IKEA-Möbel und den Store ganz unerwartet in Szene:

Die Musik in dieser Werbung: Pianni von Mara Carlyle

Wochenend-Lektüre #3

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