UX Experte ist kein richtiger Job

Mit der These ‘UX Professional’ isn’t a Real Job, die Ryan Carson auf thinkvitamin.com aufstellt, hat er in den letzten Tagen für eine angeregte und aufgeregte Diskussion im Netz gesorgt. Er behauptet, die Thematik User Experience (UX) sei Aufgabe des Web-Designers oder des Web-Entwicklers. Eine Integration von weiteren Personen in den Entwicklungsprozess wäre eine reine Verschwendung von Zeit und Geld. In mittlerweile 174 Kommentaren lässt sich nachlesen, dass viele das etwas anders sehen.

Drei Antworten, die Ryans Meinung nicht unterstützen, sind mir beim Verfolgen der Diskussion besonders aufgefallen und sind es auf jeden Fall wert, gelesen zu werden. Bradley Wright hält in seinem Beitrag dagegen und antwortet UX professional is a real role, and an important one. Er hält es für unumgänglich ab einer entsprechenden Größe eines Projekts einen spezialisierten User Experiecne Designer im Team zu haben und sagt, die UX wäre ein zu wichtiger Punkt, um sie als “Zusatzpaket” in den Aufgabenbereich des Designer zu stecken.

Die zweite Antwort kommt von Andy Budd, der sagt: Why I think Ryan Carson doesn’t believe in UX Professionals, and why I do und in diesem Text unter anderem die Entstehtung von Job-Bezeichnungen im Netz beshreibt.

Ben Darlow sagt dazu einfach nur “UX Bullshit“.

In einem späteren Update hat Ryan Carson seine Aussage in seinem Artikel dann ein wenig relativiert:

Web Design and UX are not two separate disciplines, and UX is not something you add to a project because you have a large budget.

Ich verfolge diese gesamte Diskussion sehr interessiert und bin mir selbst nicht sicher, wie man die Sache handhabt. Habt ihr schon Erfahrung bei eurer Arbeit oder in eurem Team diesbezüglich gemacht? Habt ihr eine Meinung?

‘UX Professional’ is a bullshit job title. It’s just a way to over-charge naive clients. All web designers should be UX prosless than a minute ago via Twitter for iPhone

Design made in Germany – Ausgabe 5

Heute ist die 5. Ausgabe des Design-Magazins “Design made in Germany” mit dem Schwerpunkt Ordnung erschienen.

Ordnung ist ein lebenslanger Begleiter für die meisten von uns, Unordnung aber auch. Und von da ist die Grenze zum Chaos fließend. Das Team um Nadine und Patrick ist der Ordnung auf den Grund gegangen, inwieweit ist sie wichtig, wann stört sie? Sind Gestaltungsraster und Leitsysteme Ergebnisse von Ordnung? Kann Gestaltung ordentlich sein? Muss sie es sogar? Im Magazin findet Ihr viele Antworten.

Die Illustrationen stammen von André Gottschalk.

Kreativer Prozess – 3 beeindruckende Videos


via

Little Big Berlin

Diesen ziemlich coolen Film widmet pilpop der Stadt Berlin.

via fubiz

Wochenend-Lektüre #2

wochenend-lektuere

Amy Krouse Rosenthal’s Thought Bubble: Kindness

New York Times best-selling author Amy Krouse Rosenthal created this Thought Bubble on the power of kindness.

via pforti

Vorträge: Cameron Moll & David McCandles

Cameron Moll: Good Design vs. Great Design

Absolute Empfehlung: Auf der LessConf3010 spricht Cameron Moll über eine Stunde lang über Good Design vs. Great Design, Influence, Inspiration und über sich und eigene Projekte. Es macht wirklich richtig Spaß Cameron zuzuhören.

cameron-moll-design

David McCandless: The beauty of data visualization

In diesem Vortag erzählt David McCandless (informationisbeautiful.net) bei TED über das Design und die Darstellung von Informationen und behauptet dabei “Data is the new oil”.

365psd – kostenlose psd-Vorlagen als Download

Auf 365psd.com gibt es jeden Tag eine schicke, kostenlose Vorlage für UserInterface-, Form- oder Website-Elemente im offenen psd-Format zum kostenlosen Download. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall für Designer oder Entwickler, die auf der Suche nach Buttons, Checkboxen, Video-Player, Icons oder Boxen sind. Spannend ist, dass man in Photoshop nachvollziehen kann, wie die Dateien aufgebaut und entstanden sind. Viel Spaß beim Stöbern!

365psd

Hier gibt es eine Liste mit weiteren hilfreichen Websites, die kostenlose psd Vorlagen anbieten.

Eine Frage der Frequenz – Eine kleine Analyse deutscher Blogs

artikel-frequenz

Im Artikel Does More Posts = More Traffic? auf The Netsetter wurde letzte Woche die Frage diskutiert, ob eine hohe Anzahl von veröffentlichten Artikel auch gleichzeitig viel Traffic bringt. Ich hab diese Gelegenheit genutzt und mich einer Frage gewidmet, die mich schon länger interessiert: „Wie viele Artikel hauen deutsche Blogs so im Monat/am Tag raus?“. Das in Zusammenhang mit steigendem Traffic ist natürlich die noch interessantere Frage, lässt sich aber schwer durchführen, da die Traffic-Zahlen meist nicht öffentlich sind.

Darum ging es in meiner kleinen Analyse vorrangig nur um die Artikel-Frequenz. Das Ziel ist es nicht, eine repräsentative Analyse zu erstellen, sondern vielmehr einen Überblick zu schaffen. Für die Analyse habe ich 17 der Top100* Blogs aus Deutschland (thematisch gab es keine Einschränkungen) ausgewählt und mir die Anzahl der veröffentlichten Artikel im Mai, Juni und Juli 2010 angeschaut. In der Übersicht hab ich dann noch den Gesamtwert, Tages- und Monatsdurchschnitt und aus reinem Interesse dann doch noch einen Traffic-Wert aufgeführt. Als Traffic-Wert hab ich mich für den DE Traffic Rank von Alexa.com entschieden, der zwar nicht richtig aussagekräftig ist, aber als kleiner Indikator dienen kann.

Ergebnis

Blog Mai Juni Juli ∅ Monat ∅ Tag Gesamt Alexa**
Nerdcore 308 335 353 332 10,8 996 1,060
Spreeblick 135 163 99 132,3 4,3 397 1,667
deutsche startups 109 112 116 112,3 3,6 337 198
netzpolitik.org 78 90 127 98,3 3,2 295 1,415
Karrierebibel 93 71 103 89 2,9 267 1,782
fscklog 82 105 76 87,6 2,8 263 1,588
Alles Schall und Rauch 50 47 31 42,6 1,3 128 1,359
written in basic 19 54 42 38,3 1,2 115 3,429
FacebookMarketing 36 31 37 34,6 1,1 104 1,024
Selbständig im Netz 27 38 34 33 1,0 99 716
Der Spiegelfechter 28 33 27 29,3 0,9 88 3,309
UARRR.org 36 26 20 27,3 0,8 82 8,312
Kwerfeldein 28 24 24 25,3 0,8 76 4,217
Stefan Niggemeier 17 16 12 15 0,4 45 2,037
die gefühlskonserve 10 14 13 12,3 0,4 37 70,790
Netzökonom 7 12 7 9,3 0,3 28 -***
saschalobo.com 5 4 4 4,3 0,1 13 3,872

Auswertung?

Lässt sich anhand dieser Daten überhaupt etwas erkennen, geschweige denn aussagen? Grob kann man natürlich festhalten, dass eine hohe Frequenz in keinem Fall schadet, man aber auch mit einer relativ geringen Frequenz einen guten Traffic Rank erreichen kann.
Gut zu erkennen ist auch, dass es extreme Unterschiede in der Frequenz gibt. So führt nerdcore.de die Liste mit fast 1000 (ca. 11 pro Tag) veröffentlichten Artikeln und großem Abstand vor Spreeblick (367 Artikel) an. Allerdings sieht man auch, dass es keine signifikanten Auswirkungen auf den Traffic Rank hat. Dazu ist “Traffic” noch von zu vielen anderen Faktoren abhängig. Direkte und konkrete Ableitungen lassen sich also kaum anstellen, das war allerdings auch nicht Ziel der Sache. Wie oben schon erwähnt, ging es eher um einen Überblick über die Spannweite, die mit 0,1 – 10,8 Artikeln pro Tag, 4,3 – 332 Artikeln pro Monat und 13 – 996 Artikeln in 3 Monaten doch erstaunlich groß ist. Dafür liegen die Traffic-Werte (bis auf einen Ausreißer) doch überraschend nahe beieinander.

Ich hoffe, dass die Tabelle für euch trotz der wenigen konkreten Ergebnisse interessant ist. Ich freue mich über Feedback, Ergänzungen und würde natürlich gerne wissen, ob ihr so eine Auswerten regelmäßig wünscht.

Hinweis: Die Tabelle kann natürlich ständig erweitert werden (vielleicht gibt es eine Auswertung von mir auch in regelmäßigen Abständen), deshalb freue ich mich immer, wenn ihr mir Werte eurer Blogs zukommen lasst.

* Quelle: Deutsche Blogcharts – Ausgabe 32/2010 vom 11.08.2010
** Alexa.com Traffic Rank in Deutschland (17.08.2010)
*** Nur Daten für faz.net verfügbar

Wochenend-Lektüre #1

wochenend-lektuere

Auch wenn es im Titel “Lektüre” heißt, gibt es zum Abschluss noch ein Video, in dem Comic-Zeichner Frank Quitely zeigt, wie er das Wacom Cintiq Tablet nutzt und einige Prozesse vorführt.

Foto von K W Reinsch

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