Ein Blick auf die neue Retweet Funktion von Twitter

UPDATE 2: Mittlerweile ist die Retweet-Funktion fest implementiert. Kurzzeitig war sie nach der Einführungsphase aber wieder verschwunden.

UPDATE: Aktuell ist die Funktion in meinem Account nicht mehr verfügbar. Ob dies auf alle zutrifft, weiß ich bisher nicht.

Twitter testet zur Zeit eine neue Funktion, die das Retweeten automatisieren und erweitern soll. In einem Limited Rollout hat man momentan nur ein paar Accounts mit diesem Feature ausgestattet. Sollte sich die Funktion aber bewähren, sollen auch bald alle anderen in den Genuss kommen.

Wie es der Zufall so wollte, wurde mein Twitter-Account von discq.de zum Test ausgewählt und so darf ich die neue Funktion schon jetzt testen. Im Folgenden ein kleiner Einblick:

Ob auch ihr bereits voll automatisiert retweeten könnt, erkennt ihr nur auf der Weboberfläche von Twitter.com. Dort wird, wie bei der Einführung der Listen-Funktion, im Kopfbereich in Form eines Banners erwähnt, was neu für euch ist:

retweet_start

In der Timeline erscheint ab jetzt neben dem “Reply”-Button auch ein “Retweet”-Button:

retweet_button

Nach einer Abfrage, ob ich diesen Tweet wirklich retweeten will, ist auch schon alles passiert:

Abfrage

Das Besondere ist nun, dass Retweets in der Timeline meiner Follower nicht mit mir als Autor erscheinen, sondern als Tweet des ursprünglichen Autors. Zwei kleine Hinweise geben dabei an, dass es sich um ein Retweet handelt.
1. Das kleine Icon neben dem User-Bild sagt, dass es sich generell um einen Retweet handelt.
2. Unter dem Tweet ist erkennbar, wer dir diesen Text weitergezwitschert hat und außerdem wieviele andere ebenfalls auf retweet geklickt haben.

retweetet

Der neue Menü-Punkt in der Sidebar führt uns in den Retweet-Bereich:

retweet_menüpunkt

In diesem Bereich kann man sich jeweils in einer eigenen Liste anzeigen lassen,
1. welche Tweets meine Freunde retweetet haben
2. welche Tweets ich retweetet habe
3. welche meiner Tweets von anderen retweetet wurden

retweet_bereich

Fazit: Ansich finde ich die Umsetzung und Integration gelungen, denn Twitter hat es geschafft, die Funktion nicht einfach nachzubauen, sondern mit einem eigenen System zu versehen. Meine Befürchtung liegt aber in der steigenden Komplexität von Twitter. Durch ständige Erweiterungen und neue Funktionen (z.B. Listen) wird Twitter immer komplexer und für Einsteiger und Außenstehende damit unübersichtlicher und unverständlicher. Twitter war bisher die schlanke und schnelle Kommunikation. Vielleicht sollte man versuchen, das zu bleiben.
Positiv ist noch zu erwähnen, dass der Fokus beim retweeten nun stärker auf der retweeteten Nachricht liegen wird als zuor. Denn ich als Retweeter stehe nicht mehr im Vordergrund, sondern erscheine nur als “Randnotiz”.

Grenzenlos reisen mit dem Mauerfall-Spezial

Es sollte ein symbolisches Sonderangebot zum 20. Jahrestag des Mauerfalls werden. Symbolisch war es, aber wohl nicht im Sinne der Bahn, die “grenzenloses Reisen” versprach. Es wurde ziemlich schnell deutlich, dass die Deutsche Bahn die Rechnung (wenn es überhaupt eine Rechnung gab) ohne ihre Server gemacht hatte, die kurz nach 19 Uhr schon ihre Grenzen erreicht hatten.

Die Seite der Bahn war lange Zeit überhaupt nicht erreichbar und wenn man dann das Glück hatte durchzukommen, wurde man spätestens beim Versuch, die gewählte Fahrkarte zu buchen, auf später vertröstet.

Hätte man bei diesem “historischen” Angebot nicht damit rechnen können/müssen, dass die Nachfrage entsprechend hoch sein wird? Hätte man den Ablauf des Mauerfall-Spezials nicht auslagern müssen?

Hätte, hätte, hätte … Ich habe es um ca. 00:30 Uhr geschafft, meine Fahrkarte zu buchen ;)

db_ausfall

Welche externe Festplatte für BackUps?

festplatte_backup

Mir ist gerade wieder bewusst geworden, dass ich im Falle eines Ausfalls meiner internen Festplatte oder meines gesamten Rechners, ein sehr großes Problem hätte. Ich habe zwar ab und zu einige Daten gesichert, aber meine wirklich wichtigen Daten (Entwürfe, Emails, Zungangsdaten, etc.) liegen hier intern auf meinem MacBook.

Dass nun eine externe Festplatte her muss, steht also fest. Ich stehe nun noch vor der Entscheidung, welche ich mir anschaffen soll, um meine Daten zu sichern. Ich hatte da schon ein einige in der engeren Wahl, kann mich aber nicht wirklich entscheiden, da man bei nahezu allen Produkten Pro- & Contra-Meinungen findet.

Ich würde mich also sehr über Meinungen, Empfehlungen oder Vorschläge freuen. Welche Platte habt ihr, womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

Hier sind noch drei Produkte, die ich schon mal ins Auge gefasst hatte:

1TB Time Capsule von Apple*
+ Design & Benutzerfreundlichkeit
+ Komfort beim Sichern (Läuft fast unbemerkt über WLAN)
+ integrierter WLAN-Router
– Preis
– Lebensdauer, siehe TimeCapsule-Friedhof
(Hier ist die Frage, ob sich dies bei den neuen Generationen verbessert hat? )
– Hitzeentwicklung

Western Digital MyBook Studio 1TB*
+ Preis
+ eigentlich Gute Erfahrungen mit WD
– Meinungen auf Amazon (Zwar 4 Sterne, trotzdem viele schlechte Meinungen)
– Kompatibilitätsprobleme mit Macs (Wird jedenfalls in den Meinungen auf Amazon)

AirPort Extreme Station
* + beliebige Festplatte
+ Komfort beim Sichern
+ WLAN-Router
+ Erweiterbar
– Preis

*Affiliate-Links

automatisierte Kommentare?

Für alle Blogs, auf den noch zu wenig los ist; für alle Autoren, die auf mehr Feedback warten, hat Superlevel nun das richtige Angebot: das WordPress-Plugin WPSuperCommentBot.

“Der Bot kritisiert, lobt, schimpft, hinterfragt und interagiert — abhängig von diversen Faktoren, Schlüsselwörtern und Zufällen, die ihn einerseits berechenbar, andererseits aber auch unberechenbar machen.”

Jeder kann sich nun also eine Schein-Aktivität auf dem eigenen Blog aufbauen! Zu entscheiden, ob so etwas sinnvoll ist oder nicht, überlasse ich mal allen anderen. Ich setze das Plugin jedenfalls nicht ein :) Trotzdem finde ich die Idee ganz schön und die extreme Komplexität hinter einem automatischen Bezug auf Artikel und Beiträge ist natürlich auch sehr spannend.

Ein Herz für Blogs #2

ein_herz_fuer_blogs_2

Ein halbes Jahr später ruft Kai Müller erneut zu der Aktion “Ein Herz für Blogs” auf. Wieder eine schöne Gelegenheit um neue Blogs in Deutschland kennen zu lernen, aber auch meine Favoriten zu empfehlen. Hier sind sie:

Corporate Language: Vorbild AOK

Ich habe kein schlechtes aber auch kein übertrieben positives Bild meiner Krankenkasse, der AOK. Ich bin da eher neutral eingestellt. Man kann sagen: Ich bin zufrieden, es gibt aber bestimmt auch bessere Krankenkassen.

Als ich vor einiger Zeit von der AOK einen Erinnerungsbrief erhielt, war ich aber doch positiv überrascht. Kein “Das ist Ihre letzte Chance”, sondern eine verständnisvolle Erinnerung.

“Sehr geehrter Herr Hellberg,

erinnern Sie sich? Wir haben Sie vor kurzem wegen Ihres Krankenversicherungsschutzes angeschrieben. Unseren Brief haben Sie noch nicht beantwortet, vielleicht haben Sie bisher keine Zeit dazu gefunden.”

Mahnungs- und Erinnerungsbriefe an Kunden sind die Königsdisziplin im Bereich Corporate Language. Man möchte einerseits erinnern, aber nicht ermahnen, man möchte auffordern, aber dennoch höflich bleiben. Es ist der schmale grad zwischen “Wir haben sie als Kunden immer noch lieb” und “Bitte überweisen Sie sofort den Betrag X” oder “Wenn Sie sich bis morgen nicht bei uns melden, dann…”. Gut gelöst AOK!

aok2

Kurz gemeldet: Die Zeit im neuen Online-Gewand

In diesem Jahr durften wir schon einige Redesigns und Relaunches miterleben, so erneuerten beispielsweise der Stern (stern.de) und der Spiegel (spiegel.de) vor ein paar Wochen ihre Online-Portale. Nun ist auch Die Zeit am Zug und präsentiert sich seit kurzem mit neuem Aufbau und Design.

neu_zeit_online

Mir gefällt die Neugestaltung wirklich gut und ich halte es für das gelungenste Redesign der Medien- und Newsportale in diesem Jahr. Das alte Design konnte bereits überzeugen, man geht nun aber den richtigen Schritt voran.

Die auffälligsten Neuerungen sind die Positionierung des Contents mittig-links und die optimierte Lesbarkeit. Gerade in einzelnen Artikeln fällt die vergrößerte Schrift auf, die vielleicht sogar 1-2 Punkte zu groß geraten ist. Als Typo greift man bei den Überschriften auf die serifenlose Arial und bei Artikeln auf die Serifenschrift Georgia zurück. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber passt. Wirklich schön gelungen ist die angesprochene Neupositionierung, die Seite klebt jetzt nicht mehr am linken Rand. Durch die Werbung am rechten Rand des Contents wirkt die Seite nicht ganz mittig gesetzt und lockert so die Seite positiv auf.

Bis jetzt mein Lieblingsdesign in 2009!

ZEIT_ONLINE_redesign

Artikelansicht: Etwas zu große Typo?

Artikel_Zeit_Online_redesign Kopie

Verantwortlich für den neuen Auftritt ist die Agentur iA (Information Architects) aus Zürich.

Lieber keine Quitte? Carlsberg greift Bionade an

Carlsberg Deutschland greift Bionade nun mit einem eigenen Produkt auf dem Markt der Bio-Getränke an. Mit dem neuen Erfrischungsgetränk BEO möchte man “dem steigenden Bedürfnis der Verbraucher nach Natürlichkeit und Nachhaltigkeit” gerecht werden. Den Bio-Trend erkennt also jetzt auch Carlsberg und möchte ein Stück vom Kuchen abhaben. Mit einem empfohlenen VK von 0,59 € könnte man preislich auf jeden Fall eine Gefahr für Bionade werden, die sich gerade für eine Preiserhöhung 2008 entschuldigten und den steigenden Konkurrenzkampf auf diesem Markt zu spüren bekommen.

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Auch die Werbung ist eine deutliche Kampfansage richtung Bionade. Anfang des Jahres kündigte Bionade die Einführung der neuen Geschmacksrichtung Quitte an. Trotz großer Skepsis gab man sich selbstbewusst und bewarb die Brause mit dem Slogan “Quitte schön!”.

bionade_quitte_schön

Als Antwort kommt die Werbung für BEO Apfel-Birne jetzt mit dem Slogan “Lieber keine Quitte? Bitte:”

lieber_keine_quitte

Wegen der hohen Präsenz der Bionade-Werbung, konnte ich die Anspielung richtig zuordnen. Schön gemacht! Ich mag Werbung mit Bezug auf die Konkurrenz.
Ich konnte BEO leider noch nicht selber probieren, die gelungene Werbung und die kleine Spitze in Bezug auf die selbstbewusste Markteinführung von Bionade Quitte, haben mich aber auf jeden Fall neugierig gemacht und ich werde bei nächster Gelegenheit zugreifen. Wenn ihr bereits Erfahrungen machen konntet, freue ich mich über Berichte.

Ich entschuldige mich schon mal für die schlechte Qualität der BEO-Werbung. Ich konnte kein Bild der Anzeige im Internet finden, auch auf Anfrage konnte mir das Motiv nicht zur Verfügung gestellt werden. So musste ich leider mein Handy zur Hilfe nehmen. Das Bild habe ich in Hamburg aufgenommen.

Alles neu bei QUU.FM – dem Social Web Radio

Seit heute ist es nun ganz offiziel: Das Hamburger Web-Radio QUU.FM erneuert Website, Logo, Programm und Konzept und bezeichnet sich nun als Social Web Radio. Mit zentralen Funktionen soll die Community und der einzelne User in den Vordergrund rücken und aktiv an der Programmgestaltung beteiligt werden.

quu-logo

Eine wichtige Aufgabe übernimmt dabei die neue QUU.FM-Toolbar. Die Leiste, die am unteren Rand präsent bleibt (durch eine iFrame-Lösung realisiert) ermöglicht das ununterbrochene Hören des Radio-Streams beim Surfen durchs Netz. So ist es endlich möglich Radio zu hören, ohne nerviges Pop-Ups und ohne darauf achten zu müssen, die Seite nicht zu verlassen. Die Live-Community, in der kommuniziert werden kann und Informationen aus dem Netz (z.B. Twitter, Facebook, MySpace, Youtube, Sevenload) zusammenfließen, steckt ebenfalls in der Leiste und kann so von überall aus angesteuert werden.

Auf der alten Seite in einem Unterpunkt verteckt, rückt nun der Blog in den Vordergrund und bildet die Grundlage der neuen Website. Informationen rund um Musik, Sendungen, das Netz und lustige Videos. Durch große Bilder wird die visuelle Stärke der Seite unterstrichen.
Ein klares aber gleichzeitig frisches und hippes Design spiegelt den Geist des Hamburger Senders sehr schön wider. Begeistert bin ich vom Hintergrund.

quu-fm-relaunch

Die Zuhörer können sich aber nicht nur in der Community beteiligen, sondern direkt in das Programm von QUU.FM eingreifen. Das fängt bei einfachen Musikwünschen an und hört bei selbst aufgenommenen Audiopost auf.

Verantwortlich für die Gesamtkonzeption und die Projektdurchführung ist die Hamburger Agentur pier314, bei der ich aktuell mitarbeite.

Die Musikauswahl und das Programm bei QUU.FM sind übrigens Spitze, reinhören lohnt sich also auf jeden Fall.

Konstanz leistet sich Patzer im Stadtmarketing

Seit dem 31. Juli hängen deutschlandweit Plakate der Stadt Konstanz, der Stadt zum See und mit Eliteuni. Plakate, die das Stadtmarketing Konstanz stolz präsentierte und ihnen bescheinigt “auf eine schlichte, aber zugleich pfiffig eingängige Art und Weise” zum Ausdruck zu bringen, was Konstanz ausmacht. Das mag durchaus wahr sein!

die_stadt_am_h2o

Aber nicht nur schlicht und pfiffig, “sondern darüber hinaus auch als Stätte für Spitzenforschung und innovative Technologien und Wirtschaftsunternehmen” soll sich Konstanz zeigen. Mit dem Slogan “Stadt am H2O” setzt man auf die Verbindung von dem was Konstanz unter anderem sehr bekannt macht, dem Bodensee, und der Wissenschaft. Dazu möchte man laut Pressemitteilung auch einen Bezug zum „Jahr der Wissenschaft 2009“ herstellen.

Ganz genau hat sich vor lauter Vorfreude aber wohl keines der Jury-Mitglieder das Plakat angeschaut. Niemandem ist nämlich aufgefallen, dass die chemischen Verbindungen, die die Konturen des Bodensees füllen (s. unteres Bild), eher dem giftigen und krebseregenden Gas Formaldehyd ähneln als den Verbindungen von Wasser-Molekülen. Die Stadt zum giftigen See. So hat man sich das sicher nicht vorgestellt.

hho_konstanz

Zugegeben, mir und wahrscheinlich allen anderen Nicht-Chemikern, wäre dieser unglückliche Fehler ebenfalls nicht aufgefallen, auch jetzt nicht. Dennoch passt es nicht ganz in das Bild, was man mit der Stadtmarketing Kampagne von Konstanz vermitteln wollte. Wissenschaftler lieben (zu recht) die Korrektheit…

Aber auch mit dem Patzer halte ich die Idee keinesfalls für schlecht.

Das Plakat-Motiv entstand in einem Wettbewerb unter Studenten der “Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz” und stammt von Harald Czogalla.

via Spiegel Online – Peinliche Werbeplakate / Wir können alles. Außer Chemie.

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