Corporate Language: Vorbild AOK

Ich habe kein schlechtes aber auch kein übertrieben positives Bild meiner Krankenkasse, der AOK. Ich bin da eher neutral eingestellt. Man kann sagen: Ich bin zufrieden, es gibt aber bestimmt auch bessere Krankenkassen.

Als ich vor einiger Zeit von der AOK einen Erinnerungsbrief erhielt, war ich aber doch positiv überrascht. Kein “Das ist Ihre letzte Chance”, sondern eine verständnisvolle Erinnerung.

“Sehr geehrter Herr Hellberg,

erinnern Sie sich? Wir haben Sie vor kurzem wegen Ihres Krankenversicherungsschutzes angeschrieben. Unseren Brief haben Sie noch nicht beantwortet, vielleicht haben Sie bisher keine Zeit dazu gefunden.”

Mahnungs- und Erinnerungsbriefe an Kunden sind die Königsdisziplin im Bereich Corporate Language. Man möchte einerseits erinnern, aber nicht ermahnen, man möchte auffordern, aber dennoch höflich bleiben. Es ist der schmale grad zwischen “Wir haben sie als Kunden immer noch lieb” und “Bitte überweisen Sie sofort den Betrag X” oder “Wenn Sie sich bis morgen nicht bei uns melden, dann…”. Gut gelöst AOK!

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Ich heiße Niclas Hellberg, komme aus Hamburg und arbeite momentan als Interaction Designer bei XING und Traumhaftes Italien. href="http://twitter.com">Twitter