Geschichte visualisiert: maritime empires

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Pedro Miguel Cruz hat im Rahmen seiner Master Thesis, die er in Information Visualization und Interaction Design an der Universität von Coimbra (Portugal) schreibt, ein wirklich interessante Visualisierung erstellt, die sich im unten stehenden Video anschauen lässt. Die bunten Kreise symbolisieren dabei die vier großen maritimen Imperien des 19. und 20. Jahrhunderts: Großbritannien, Frankreich, Portugal und Spanien.
Im Schnelldurchlauf wird in 3,5 Minuten die Entwicklung in den Jahren 1800 bis 2010 gezeigt. Der Fokus liegt auf dem Zerfall der großen Reiche. Es ist wirklich sehr anschaulich und ansprechend dargestellt, wie groß diese Reiche unter anderem waren und welche Länder in der Zwischenzeit immer wieder “rausgefallen” sind. Ich finde die Verbindung dieser schlichten Visualisierung mit dem inhaltlichen Thema super spannend. Ein komplexes Themengebiet wird so auf das Minimalste herunter gebrochen und nur einzelne Sachverhalte werden überhaupt dargestellt. Aber seht selbst:

Hier noch mal der Anfangs- und Endzustand im direkten Vergleich:

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Mehr Informationen zu diesem Projekt und andere interessante Themen von Pedro findet ihr auf seinem Blog.

2010 kann kommen

Mit diesem traditionellen Kurzfilm wünsche ich allen einen guten Start ins neue Jahr 2010. Hier wird es hoffentlich auch im zweiten Jahr einige interessante Themen und Artikel für euch zu lesen geben. Bis bald!

Dreisteste Außenwerbung des Jahres: Deutsche Post

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Die Werbeaussage “Kundennähe ist für uns ein Versprechen, das wir mit über 1000 neuen Filialen eingelöst haben.” des Plakats der Deutschen Post kommt meiner Meinung nach einer dreisten Lüge schon sehr nahe. Ich hatte bisher noch keinen wirklichen Grund, mich über die Post zu beschweren, da meine Briefe und Pakete bisher immer sicher und gut ankamen. Den Schritt, den die Post nun aber geht und in den nächsten 2 Jahren weiter gehen will, finde ich schlichtweg abartig. Eigene Filialen werden geschlossen und durch die günstigere Alternative, Drittanbieter mit integriertem Postservice, ersetzt. Alleine diese Tatsache finde ich schon erschreckend. Für einen normalen Brief reicht mir dieser Service und auch ein Paket würde ich noch mit gutem Gewissen dort abgeben. Wenn es dann aber etwas spezieller wird, bin ich der Meinung, dass geschultes Personal erforderlich ist. Ohne den Drittanbietern zu nahe treten zu wollen, behaupte ich, dass es nicht so einfach ist, die verschiedenen Tarife, Bestimmungen und Versandarten der Deutschen Post zu kennen, sie zu unterscheiden und ein Kunden kompetent beraten zu können. Mir war jedenfalls etwas mulmig zu Mute, als ich ein wichtiges Dokument in einem Kiosk per Post verschicken wollte und das dortige Computersystem der Post für eine Stunde gesperrt wurde, nachdem die Mitarbeiterin mehrfach falsche Eingaben gemacht hatte.

Aber die Einsparungen reichen der Deutschen Post wohl nicht und so setzt man noch einen drauf, indem man in der diesjährigen Werbekampagne sogar stolz auf diese clevere Idee ist und ohne mit der Wimper zu zucken auf Kundennähe und die neuen “Filialen” hinweist. Thomas Hillenbrand beschreibt diese Dreistigkeit in seinem Blog-Artikel “Werbung bizarr: Post schließt alle Filialen – wirbt aber mit 1000 Neueröffnungen” sehr passend.

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Bild von Tom Hillenbrand

Greenscreen Reel

UPDATE: Leider ist das Video auf vimeo.com nicht mehr verfügbar. Auf der Website der Stargate Studios kann man sich aber auch sehr schön sehen, was dort so gemacht wird.

Dieses wirklich beeindruckende Video zeigt, was heutzutage mit der Greenscreen-Technik alles möglich ist. Das Showreel der Stargate Studios, das sich seit 1989 mit Visual Effets für Film und Fernsehen beschäftigt, stellt die fertige Szene der Set-Ansicht gegenüber. Spektakuläre Stunts, aber auch ganz alltägliche Dinge werden vor der grünen Wand gedreht und erst am Computer zu einer lebendigen Szene montiert. Ehrlich gesagt, war mir nicht bewusst, wie viel in einer Serie oder einem Films wirklich auf diese Weise entstehen entsteht.
Beeindruckend und gleichzeitig auch ein bisschen desillusionierend. Aber seht selbst:

via Nummer 15

Meine favorisierten Online-Adventskalender

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Der Adventskalender gehört seit dem 19. Jahrhundert zum christlichen Brauchtum. Seit einiger Zeit findet sich diese Tradition in digitaler Form auch im Internet wieder: Auf Blogs oder anderen Webseiten werden täglich oder wöchentlich zu jedem Advent Artikel veröffentlicht, Preise verlost, Downloads angeboten uvm.

Da ich die Idee sehr schön finde und viele vielleicht gar keinen Adventskalender zu Hause haben, möchte ich hier meine Favoriten zeigen:

  • stylespion.de: Kai Müller bietet jeden Tag in der Adventszeit die Möglichkeit, mit dem Erfüllen einer kleinen Aufgabe, wirklich sehr coole und hochwertige Preise zu gewinnen. Passend zu seinem Blog gibt es z.B. Designermöbel, bunte Laptoptaschen oder ein Palm Pre.
  • boston.com: Boston.com ist den meisten wohl wegen der großen und beeindruckenden Bilder bekannt. Im Dezember führt man das fort und veröffentlicht jeden Tag ein neues Bild des Hubble Space Telescope.
  • artill.de: Auf seinem Blog zeigt Lukas Bischoff immer wieder beeindruckende Beispiele seiner Zeichen- und Design-Künste. Im Advent bietet er jeden Tag eine “kleinigkeit zum herunterladen” an. Das können z.B. Icons, Schriften und Bastelbögen sein.
  • webkrauts.de: Hier gibt es jeden Tag einen neuen Artikel, der von einem Mitglied der Webkrauts geschrieben wird. Bereits seit 2004 gibt es hier die Tradition des Online-Adventskalenders.
  • quu.fm: Für alle, die das jedes Jahr wiederkehrende Lied Last Christmas nicht mehr hören können, zeigt das Team vom Hamburger Webradio quu.fm jeden Tag in einem kurzen Video einen neuen Weg, diese CD “loszuwerden”. Plattfahren, verbrennen und per Post ganz weit weg schicken waren z.B. schon dabei.
  • sportschau.de: Im Adventskalender der Sportschau lassen sich hinter jedem Türchen amüsante Audio-Clips von verschiedenen Trainern und Spielern finden. Es gab unter anderem schon die Antwort auf die Frage, warum Felix Magath seine Spieler kuscheln lässt und eine Kostprobe vom Fremdsprachen-Talent Lothar Matthäus.

Wer weitere schöne Angebote kennt, kann sie gerne hier in den Kommentaren verlinken oder mir eine Mail (niclas[at]nhellberg.de) schreiben.

Das Foto stammt von aliedwards

Beta-Phase für OpenSocial-Apps in VZ-Netzwerken

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Seit Montag Nachmittag läuft für alle App-Entwickler und VZ-Mitarbeiter die Beta-Phase der OpenSocial-Integration in den VZ-Netzwerken. In der Woche bis zum 7. Dezember werden die eingereichten Apps geprüft, freigeschaltet und für alle Beta-Tester besteht schon die Möglichkeit, in die einzelnen Spiele oder Tools rein zu schauen. Am 7. Dezember soll der Service dann für alle registrierten Nutzer sichtbar werden. Das ganze soll mit einer Party in Berlin gefeiert werden.

Zur Zeit finden sich allerdings erst 5 Apps in der Übersichts-Liste, von denen einige, wie z.B. die “Gruscheln XXL von got2b” oder “Röhre”, bereits seit längerer Zeit für alle Nutzer zur Verfügung stehen. Es wird also spannend, wieviele Apps wirklich eingereicht wurden und wieviele den Richtlinien und Bestimmungen der VZ-Netzwerke entsprechen und somit am Ende freigeschaltet werden.

Ab Montag möchte ich hier dann genauer auf einzelne Apps eingehen und vielleicht ein paar vorstellen. Bis dahin gibt es ein paar Screenshots, die schon kleine Einblicke ermöglichen:
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XING rekrutiert über Firebug

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Stellenanzeigen sind ansich erstmal ein eher langweiliges Thema, auch weil Unternehmen oft zu wenig daraus machen. XING zeigt jetzt allerdings mit einer genialen Idee, wie man mit kreativen Job-Ausschreibungen Aufmerksamkeit erzeugt und nebenbei auch noch die gewünschte Zielgruppe anspricht.

Beim deutschen Business-Netzwerk werden wohl zur Zeit dringend Programmierer und Entwickler gesucht. Um potenzielle Bewerber anzusprechen, kommuniziert man dies aber nicht einfach nur öffentlich auf der eigenen Seite. Wer mit dem FireFox im Internet unterwegs ist und das Plugin FireBug, hauptsächlich für Web-Entwickler nützlich, installiert hat, erhält beim Laden von XING.com oder XING.de in der Konsole folgende Nachricht ausgespuckt:

“Attention! XING is hiring talented Frontend, Rails and Perl Developers.
Inspect the following object for more information: Object jobPositions=[6] email=en-jobs@xing.com”

Beim genaueren Betrachten des Objekts lassen sich dann noch Job-Beschreibungen, eine Kontakt-Email-Adresse und eine URL zu einer Informations-Seite finden.

job_details

Ich bin begeistert von dieser kreativen, schlichten und dazu noch zweckdienlichen Kommunikation.

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McDonald’s wird grün

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Als ich vorhin las, dass McDonald’s grün wird, war ich mir sicher, dass damit nicht das Corporate Design der FastFood-Kette gemeint war. “Man kann doch das überall bekannte Rot nicht mit einem Grün ersetzen.” Tja, so kann man sich irren… es ist tatsächlich so, die dominierende Farbe neben dem goldenen “M” wird ab sofort ein dunkles Grün sein und in den nächsten Wochen/Monaten werden wohl für viele Mrd. € Schilder, Leuchtwerbungen und Beklebungen gegetauscht. Am Münchner Flughafen ist sogar schon eine grüne Filiale zu bestaunen.

Auf den zweiten Blick wirkt die ganze Sache aber gar nicht mehr so komisch, unglaublich und abwegig, sondern eher logisch, klever und schick. McDonald’s will sich stärker auf die Umwelt und die damit verbundene Verantwortung beziehen und nimmt damit einen anhaltenden Trend im Erscheinungsbild des Unternehmens auf. Umweltschutz, Öko, Bio, Gesundheit, Verwantwortung, Energie sparen, all diese Begriffe sind inn wie nie zuvor und werden wohl auch in den nächsten Jahren ein wichtiges Thema bleiben.

Zum anderen wird ein Konzept, oder besser gesagt, eine Vision voran getrieben, die schon 1993 mit der Einführung der McCafes begann. Mit den Kaffee-Bereichen, in denen man neben Burgern auch Kuchen, Muffins und Kaffee in den verschiedensten Variationen bekommen kann, versuchte man das eigene Image von trashig/ungemütlich zu hochwertig/cool/stilvoll zu verschieben. Ein hochwertiges dunkles Braun, das erst gar nicht so richtig zum FastFood-Ambiente passen wollte, hielt Einzug in die umgebauten Filialen. In diesem Kontext wirkt das dunkle Grün gar nicht mehr so verkehrt und fehl am Platz. Ganz klar, McDonalds präsentiert sich seriöser, gesünder und umweltbewusster; eine Verbindung zu Starbucks, dem Inn-Laden überhaupt, ist hier gar nicht so abwegig.

Meine Befürchtung, das grün würde sich mit dem goldenen “M” nicht vertragen, war unbegründet. Das es passt zeigt auch die Tatsache, dass mir das Wort “gewöhnungsbedürftig” überhaupt nicht in den Kopf kam. Das Grün passt zum Gelb!

Fazit: Ich finde es mutig, sich von dem starken Rot zu trennen, bin aber der Meinung, dass die Entscheidung gut ist und sich positiv auf die Marke auswirken wird. Ich bin gespannt und werde die Entwicklung gerne verfolgen.

Was meint ihr? Harakiri? Der richtige Schritt? Ich würde mich sehr über andere Meinungen freuen.

mcdonalds_gruen

Ein Manko hat die ganze Sache auf jeden Fall, man ähnelt mit der Farbkombination Gelb/Grün nun sehr stark dem äußeren Erscheinungsbild des Konkurrenten Subways.

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Neben der französischen Webseite, die bereits mit dem Grün arbeitet, gibt es auch schon einen französischen Spot:

IKEA mit kreativer Marketing-Idee für Facebook

Im unten stehenden Video wird schön gezeigt, wie IKEA grundlegende Funktionen von Facebook für eigene Marketing-Zwecke adaptiert. Die Idee, die einzelnen Nutzer, Bilder mit IKEA-Produkten vertaggen zu lassen, um dann etwas zu gewinnen, ist so simpel wie genial.

via netzlogbuch

Wie geil ist das denn? Beschränkte Werber!

via Werbeblogger

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