Google Drive soll Dropbox und Co. Konkurrenz machen

Die Liste der Cloud-Dienste wird immer länger. Dropbox ist zwar immer noch der Platzhirsch, doch die Konkurrenz schläft nicht. Nach Apples iCloud und Microsofts SkyDrive betritt heute nun auch Google mit Google Drive die Bühne. Mit 5GB kostenlosem Speicherplatz und ein paar vielversprechenden Features möchte man die Nutzer vom eigenen Dienst überzeugen.

Den größten Vorteil kann Google natürlich deshalb bieten, weil viele Google-Dienste sowieso schon im Einsatz sind. Eine Verknüpfung mit Google Drive würde einen echten Mehrwert bieten. Und so soll es auch werden, beispielsweise müssen Anhänge in Gmail nicht mehr hochgeladen werden, wenn sie schon in Google Drive liegen. Stattdessen wird der Email einfach der Link auf die entsprechende Datei angehängt. Ähnlich soll es bei Google+ funktionieren und die optionale Synchronisation mit Google Docs bringt die Online-Dokumente als Dateien auf den eigenen Rechner.
Neben vielen unterstützten Dateiformaten, einer 30-Tage-Versionierung und vielen Sharing- und Freigabemöglichkeiten sind die Verknüpfungen sicherlich am interessantesten.

Das hört sich doch alles super an. Es gibt allerdings ein großes Problem und das steckt in diesem Abschnitt der Terms of Service von Google:

When you upload or otherwise submit content to our Services, you give Google (and those we work with) a worldwide license to use, host, store, reproduce, modify, create derivative works (such as those resulting from translations, adaptations or other changes we make so that your content works better with our Services), communicate, publish, publicly perform, publicly display and distribute such content.

Danke an Daniel Riemer für den Hinweis.

Heißt das, alle Dateien, die ich über Google Drive synchronisiere, gehören quasi Google? Wie steht ihr dazu, werdet ihr Google Drive nutzen (vielleicht sogar umsteigen) oder vertraut ihr der “Datenkrake” Google eure Dateien nicht an?

Ich werde wohl bei Dropbox bleiben, da ich bisher immer sehr zufrieden war und sich der Speicherplatz mit ein paar einfachen Tricks auf mehr als die 5GB von Google Drive vergrößern lässt. Eventuell werde ich es aber ergänzend einsetzen.

Sony verkauft “The Girl with the Dragon Tattoo” als Raubkopie

Sehr nette Idee. In diesen Tagen sind die ersten DVDs der neuen Verfilmung von Verblendung (“The Girl with the Dragon Tattoo”) an ihre Käufer verschickt worden und haben durch das Label-Design für Aufregung gesorgt. Sony hat sich bei der Gestaltung an Hacker-Thematik im Film orientiert und die Scheibe wie eine Raubkopie aussehen lassen. Ein ganz normaler Rohling mit handgeschriebenem Filmtitel. Laut The Telegraph gab es wohl nicht wenige Rücksendungen :)

Mike Monteiros “Design Is a Job” bei A Book Apart

Wenn bei A Book Apart ein neues Buch erscheint, gehört das bei mir fast schon zur Pflichtlektüre, denn ich war sehr begeistert von Responsive Web Design und CSS3 for Web Designers, die etwa vor einem Jahr erschienen.
Jetzt hat Mike Monteiro, Design Director bei Mule, mit Design is a Job über das Thema rund um das Arbeiten und Leben als Designer geschrieben. Für mich natürlich ein sehr interessantes Gebiet. Das Buch ist schon bestellt und ein Review kann hoffentlich bald folgen.

Wenn ihr euch noch nicht entscheiden konntet, wurde bei A List Apart wie immer ein Kapitel zum Probelesen veröffentlicht.

TNT bringt mit dem Drama-Button Action nach Belgien

Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht, wie beim Schauen dieser Werbeaktion zur Einführung des neuen TV-Senders TNT in Belgien. Da wäre man selber doch mal gerne live dabei.

To launch the high quality TV channel TNT in Belgium we placed a big red push button on an average Flemish square of an average Flemish town. A sign with the text “Push to add drama” invited people to use the button. And then we waited…

Google+ mit neuem Design

Ohne große Vorankündigungen hat Google heute seinem sozialen Netzwerk Google+ ein neues Design verpasst.

Die größten Veränderungen:

  • Der Inhalt wird nicht mehr zentriert sondern linksbündig dargestellt.
  • Die Hauptnavigation wandert ebenfalls nach Links und ist jetzt nicht mehr horizontal über der Timeline zu finden.
  • Die einzelnen Nachrichten in der Timeline erhalten ein Update. Größere Fotos und übersichtlichere Diskussionen sollen mehr Aktivität schaffen.
  • Es gibt ab sofort eine Übersichtsseite für Hangouts, auf der öffentliche Hangouts und Einladungen gesammelt werden.

Ob das Redesign helfen wird, die Nutzer zu mehr Aktivität zu bewegen, bleibt abzuwarten. Denn auch wenn die offizielle Ankündigung mit dem Fakt beginnt, dass mittlerweile mehr als 170 Millionen Nutzer bei Google+ angemeldet sind, ist diese Zahl wohl nicht ganz ernst zu nehmen. In letzter Zeit wurde immer wieder über Googles Praktiken der User-Gewinnung diskutiert, nachdem z.B. bekannt wurde, dass für jeden Google-Nutzer automatisch auch ein Google+ Konto angelegt wird. Trotz alledem muss man sagen, dass Google+ im Bereich Design den richtigen Weg geht und durchaus mit Facebook mithalten kann, wenn nicht sogar die Nase vorn hat.

Napoleon Dynamite Cinemagraph

Ergebnis von heute: Eine Szene aus Napoleon Dynamite als Cinemagraph.

Facebook kauft Instagram


Ob positiv oder nicht, ein Hammer ist die Neuigkeit auf jeden Fall. Facebook kauft die Foto-App und -Community Instagram für 1 Milliarde Dollar und stellt das Team um Kevin Systrom ein. Laut Facebook ist das die erste Akquisition einer Community mit einer derart großen User-Anzahl und soll es auch erstmal bleiben.
Beide Services sollen weiterhin seperat verfügbar sein, ich könnte mir aber vorstellen, dass einige Instagram-Filter in Zukunft auch den über 800 Millionen Facebook-Nutzern zur Verfügung stehen werden.

Wie steht ihr zu der Übernahmen? Werdet ihr Instagram in Zukunft nicht mehr nutzen weil Facebook nun dahinter steckt?

Nadine Roßa bei Creative Mornings Berlin über das Eszett


Bei der 8. Ausgabe von Creative Mornings in Berlin sprach Nadine Roßa in einem 20-minütigen Vortrag über das scharfe S und faszinierte mich mit viel Leidenschaft für diesen einen Buchstaben, lustigen Anwendungsfehlern, interessanten Neuinterpretationen und Informationen zur Geschichte und Nutzung. Sehr sympathisch und sehenswert!

Viel mehr zum ß als in diesem Vortrag hat Nadine in ihrem Buch Eine scharfe Type aufgeschrieben, für das sie noch einen Verlag sucht.

Der Zweite Weltkrieg 72 Jahre später auf Twitter

Meiner Meinung nach eines der spannendsten Projekte auf Twitter in der letzten Zeit. Seit dem 31. August letzten Jahres dokumentiert Alwyn, Geschichtsstudent aus Oxford, über den Account RealTimeWWII 72 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg die Geschehnisse von damals. Beginnend mit dem Tweet “SS troops dressed as Poles are attacking radio transmitter in Gleiwitz, to provide pretext for Germany to attack Poland”.
Über einen Zeitraum von 6 Jahren möchte er berichten, was am jeweiligen Tag zwischen 1940 und 1946 passierte. Man erlebt quasi über den realen Zeitraum den Verlauf des Krieges, sehr beklemmend aber auch beeindruckend. Anders als in Geschichts- und Lehrbüchern wirken die Ereignisse realer und viel näher.

Laut Süddeutscher Zeitung hofft Alwyn, mit mittlerweile über 220.000 Followern, auch auf persönliche Erfahrungen von Überlebenden, um diese in die Berichterstattung mit einzubinden.

Buchreview: E-Mail an alle

Ich war letzte Woche für 2 Tage auf Föhr und hatte mal wieder Zeit ein Buch an einem Stück zu lesen. Auf Empfehlung einer meiner Lehrer hatte ich mir E-Mail an alle von Matt Beaumont mitgenommen, ein Buch über das alltägliche Leben innerhalb einer Werbeagentur.

Im Stil von Gut gegen Nordwind wird das Leben im londoner Ableger der fiktiven Agentur Miller Shanks anhand des internen Email-Verkehrs erzählt. Man ist quasi Empfänger aller Mails, die von den Mitarbeitern so verschickt werden.
Sehr überspitzt und humorvoll beschreibt Matt Intrigen, Machtspiele und die teilweise katastrophale Arbeitseinstellung der Kreativen. Auch Nachtschichten und unzählige Überstunden dürfen natürlich nicht fehlen. Trotz der sehr übertriebenen Darstellung findet man in der Geschichte doch erstaunlich viele Wahrheiten.

Zur Story muss ich gar nicht so viel sagen. Es reicht, glaube ich, zu erwähnen, dass der inhaltlichen Rahmen durch eine historische Chance für Miller Shanks, dem bevorstehenden Pitch für den britischen Coca-Cola-Etat, gebildet wird. Um die Organisation und Schwierigkeiten der Vorbereitung für diesen Pitch ranken sich die witzigen Nebengeschichten und Ausflüge. Mehr verrate ich erstmal nicht, alles weitere erfahrt ihr, wenn ihr anfangt zu lesen.

Auch wenn das Buch sicherlich kein literarisches Meisterwerk ist (das mag unter anderem auch an der Übersetzung liegen), hat es mich doch gefesselt und ich konnte über viele Szenen schmunzeln. Das wird wahrscheinlich denjenigen unter euch auch so gehen, die in der Werbebranche arbeiten oder sich ein bisschen in der Agenturlandschaft auskennen. Sollte das der Fall sein, bietet dieses Buch wirklich gute Unterhaltung und lässt sich gut weglesen: Leseempfehlung.

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