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Buchreview: E-Mail an alle

Ich war letzte Woche für 2 Tage auf Föhr und hatte mal wieder Zeit ein Buch an einem Stück zu lesen. Auf Empfehlung einer meiner Lehrer hatte ich mir E-Mail an alle von Matt Beaumont mitgenommen, ein Buch über das alltägliche Leben innerhalb einer Werbeagentur.

Im Stil von Gut gegen Nordwind wird das Leben im londoner Ableger der fiktiven Agentur Miller Shanks anhand des internen Email-Verkehrs erzählt. Man ist quasi Empfänger aller Mails, die von den Mitarbeitern so verschickt werden.
Sehr überspitzt und humorvoll beschreibt Matt Intrigen, Machtspiele und die teilweise katastrophale Arbeitseinstellung der Kreativen. Auch Nachtschichten und unzählige Überstunden dürfen natürlich nicht fehlen. Trotz der sehr übertriebenen Darstellung findet man in der Geschichte doch erstaunlich viele Wahrheiten.

Zur Story muss ich gar nicht so viel sagen. Es reicht, glaube ich, zu erwähnen, dass der inhaltlichen Rahmen durch eine historische Chance für Miller Shanks, dem bevorstehenden Pitch für den britischen Coca-Cola-Etat, gebildet wird. Um die Organisation und Schwierigkeiten der Vorbereitung für diesen Pitch ranken sich die witzigen Nebengeschichten und Ausflüge. Mehr verrate ich erstmal nicht, alles weitere erfahrt ihr, wenn ihr anfangt zu lesen.

Auch wenn das Buch sicherlich kein literarisches Meisterwerk ist (das mag unter anderem auch an der Übersetzung liegen), hat es mich doch gefesselt und ich konnte über viele Szenen schmunzeln. Das wird wahrscheinlich denjenigen unter euch auch so gehen, die in der Werbebranche arbeiten oder sich ein bisschen in der Agenturlandschaft auskennen. Sollte das der Fall sein, bietet dieses Buch wirklich gute Unterhaltung und lässt sich gut weglesen: Leseempfehlung.

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  • Dave

    Von Matt Beaumont gibt es noch Folgendes;

    Ein halboffizielles Sequel zu “E”:
    “The E before Christmas” heisst es, ist out of print (aber bei Amazon über Händler zu bekommen). Und liest sich locker an einem Nachmittag.

    Das offizielle Sequel heisst “E2″ (also: E hoch 2), und besteht auch wieder aus E-Mails.

    Dann gibt es noch “The book, the film, the T-Shirt” und “Staying alive”, die spielen ebenfalls in einer Agentur (bzw. die Romane sind bevölkert von Menschen, die in Agenturen arbeiten, und es treten Figuren aus “E” auf), sind aber klassisch erzählt.

  • http://frontand.de Niclas

    Danke Dave für den Hinweis. “The book, the film, the T-Shirt” klingt interessant, hast du das schon gelesen und kannst was dazu sagen?

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