Nächster bitte – Gedanken zu Usability und Pagination

Ich stoße in letzter Zeit beim Lesen verschiedener Blogs immer wieder auf das gleiche Problem oder besser gesagt auf die gleiche Frage. Thema ist die Pagination, die man in gefühlten 100 verschiedenen Ausführungen im Netz zu sehen bekommt. Nicht nur grafisch unterscheiden diese sich, sondern auch in ihrer Funktionalität. Grundsätzlich lassen sich erstmal 2 Varianten ausmachen:

Variante A zeigt die Seitenzahlen und aktuelle Position an (Oberes Beispiel google.de), Variante B gibt nur die Möglichkeit vor und zurück zu blättern (Unteres Beispiel techcrunch.com):

Pagination auf google.de

Pagination auf techcrunch.com

Problem bei Variante B: Es scheint keine einheitliche Lösung zu geben, in welcher Richtung ältere und neuere Beiträge erreichbar sind.

Wir sind es in unserem kulturellen Raum durch Bücher und Zeitstrahle (Mehrzahl?) gewohnt, uns von links nach rechts zu bewegen, bzw. zu lesen. Diese Tatsache ist so gelernt und intuitiv. Bei einem Blog oder einer Webseite handelt es sich meist ebenfalls um eine chronologische Auflistung von Einträgen. Wenn man die gelernten Mechanismen anwendet, sollte der Aufbau also so aussehen: links -> ältere Beiträge, rechts -> neuere Beiträge

Bei einer über beschreibende Text-Links, wie z.B. “ältere Beiträge” oder “neuere Beiträge”, gesteuerten Paginatin, ist eine “verdrehte” Anordnung noch als Schönheitsfehler zu verkraften. Zu einem echten Problem wird es aber, wenn die Pagination über Pfeile gesteuert wird und nicht erkenntlich ist, wo der User klicken muss, um die nächsten gewünschten Inhalte zu finden.

Ist euch das Problem ebenfalls aufgefallen? Ist eine Website ein Sonderfall und anders zu handhaben?

pagination-usability

Weitere Gedanken dazu gibt es außerdem bei Total Usability

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Ich heiße Niclas Hellberg, komme aus Hamburg und arbeite momentan als Interaction Designer bei XING und Traumhaftes Italien. href="http://twitter.com">Twitter