Stuxnet: Anatomy of a Computer Virus

Im Juni letzten Jahres sorgte eine Meldung für Aufregung, die deutlich machte, dass ein sogenannter “Cyber-Krieg”, der über das Internet geführt wird, in naher Zukunft gar nicht mehr so unrealistisch erscheint. Der Computerwurm Stuxnet, ursprünglich für Siemens entwickelt, soll für die Sabotage von Uranzentrifugen des iranischen Atomprogramms programmiert und eingesetzt worden sein. Das Info-Video Stuxnet: Anatomy of a Computer Virus, das für die australische Fernseh-Show HungryBeast produziert wurde, zeigt auf beeindruckende Art und Weise, was Stuxnet ist, woher der Virus kommen könnte und welche Folgen eine solche “Open Source Waffe” haben kann. Neben dem sehr interessanten Inhalt ist auch die Umsetzung wirklich genial.

Direction and Motion Graphics: Patrick Clair
Written by: Scott Mitchell

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Wo bin ich?

Ich kenne Martin Wolf nicht persönlich, lese aber gerne seinen Blog visuelleGedanken.de, auf dem mir heute sein Artikel Ich bin irgendwas dazwischen. Gedanken aus dem Leben. (Lesen!) besonders aufgefallen ist und der mir fast von der ersten bis zur letzten Zeile aus der Seele spricht. Unsere Interessen scheinen sehr ähnlich zu sein. Ich könnte den Text quasi einfach markieren, kopieren und hier veröffentlichen. Martin beschreibt, wie es ihm schwerfällt, sich selbst einzuordnen, seine Interessen und Fähigkeiten in eine Berufsbezeichnung zu pressen, sich auf Kreativität, Handwerk oder Technik festzulegen oder den Nerd mit Sportlichem zu verbinden.

Ähnlich wie Markus Reuter fand ich es erst schade, dass Martin die Kommentare unter dem Artikel deaktiviert hat. Andererseits wäre der Mehrwert eines Kommentars von mir à la “geht mir genauso” überschaubar und so folge ich Markus’ Beispiel und halte meine Gedanken in einem eigenen Artikel fest.

Wie schon gesagt, ich kann den Artikel so absolut unterschreiben und kenne dieses “dazwischen sein” irgendwie ganz gut. Meine Interessen überschneiden sich im Privaten und Beruflichen stark und lassen sich schwer in einer Aufgabe oder einer Bezeichnung vereinen. Schon mein Studium war, wie uns gesagt wurde, eine Ausbildung zum Generealisten. In Vorlesungen aus den Bereichen Marketing, Informatik, Gestaltung und Technik habe ich einiges gelernt, aber eben viel auch nur oberflächlich kennen gelernt. Wir sollten alle Welten verstehen können und so die idealen Vermittler werden.
Auch meine erste Arbeitsstation, eine Agentur in Hamburg, bot mir die Chance, mich nicht festlegen zu müssen und mich in vielen Bereichen auszuprobieren und weiterbilden zu können. Über eine konkrete Bezeichnung für das, was ich dort machte, musste ich jedes Mal neu überlegen, wenn ich nach meiner Arbeit gefragt wurde.

Weil ich mich nicht festlegen möchte und noch mehr lernen will, da ich mich noch nicht als fertig ausgebildet fühle, wollte ich Veränderungen.

Manchmal stört mich mein vielseitiges Interessen und ich denke, dass die Situation, selbst nicht zu wissen, welcher Gruppe man angehören, auf was man sich spezialisieren oder welche Wege man gehen möchte, aufhält und mich daran hindert, in einer Sache wirklich richtig gut zu werden. Manchmal denke ich aber auch, dass die Offenheit, die Neugier, das Ausprobieren, das “über den Tellerrand schauen”, das Genießen, der Austausch und einfach das zu machen, was Spaß macht, gerade das ist, was mich weiter bringt und mich bis hier hin gebracht hat. Ich bin zufrieden und vielleicht will ich einfach irgendwas dazwischen sein.

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Interessante Vorträge der Google I/O 2011 (Videos)

Googles Developer Conference 2011, die vom 10. bis 11. Mai in San Francisco statt fand, ist nun schon ein paar Tage her, dennoch lohnt es sich, einen Blick auf einige der vielen Vortragsthemen zu werfen, denn fast alle Vorträge gibt es in voller Länge im GoogleDevelopers-Youtube-Channel zu finden. Da es aber viele Vortragsvideos sind, ist es fast unmöglich, sich alle selber anzuschauen und schwer, den Überblick zu behalten und die passenden Themen zu finden. Ich habe ein paar Vorträge gesammelt, die für mich interessant waren und Themen wie beispielsweise Web Fonts, HTML5 und Perfomance von Websites behandeln.
Alle Videos zu den Präsentationen habe ich hier eingebunden und kurz zusammengefasst. Vielleicht hilft diese Auswahl ja dem ein oder anderen von euch.

Vorträge anschauen

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Die Briefmarkenautomaten der Deutschen Post


Ich kaufe selten Briefmarken und noch seltener nutze ich dazu die Briefmarkenautomaten der Deutschen Post. Wahrscheinlich ist mir deshalb bisher die absolut grauenhafte Usability der Geräte erspart geblieben. Letzte Woche war es nun soweit, dass ich der langen Schlange in der Post-Filiale ausweichen wollte und mich am Automaten vor dem Eingang versuchte.
Das blieb nicht ohne Folgen. Erst schockte mich der Warnhinweis, der mir nach 15 eingeworfenen Münzen sagte, dass nun die maximale Anzahl an Münzen erreicht ist. “Hä?”, dachte ich und durfte den Kaufvorgang neu starten und mit einer nun abgezählten Kombination aus Münzen auch abschließen. Nachdem das geschafft war, suchte ich nach einer Möglichkeit, zu einer ausgewählten Briefmarkenart noch weitere hinzuzufügen. Diese Option versteckt sich leider im Hauptmenü unter dem Punkt “Vorratskauf”. Ok, das kann man erahnen, aber mich irritierte die Wortwahl und die einzige Platzierung im Hauptmenü und so navigierte ich gekonnt um den Menüpunkt herum.
Mir ist es schleierhaft, wie man eine relativ einfache Bedienoberfläche derart versauen kann und bin von der Post, wie in der Vergangenheit auch schon aufgrund von Werbeaussagen, enttäuscht.

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Offener Designprozess

Als ich gerade den Artikel Designing in the open von Ryan im 37Signals-Blog las, musste ich ein wenig schmunzeln, denn die Beschreibung von uns Designern im ersten Teil des Textes kommt der Realität sehr nahe. Wir geben dem Designen etwas Mysteriöses, verstecken uns stundenlang hinter unseren riesigen Bildschirmen und präsentieren ab und zu Ergebnisse unserer geheimnisvollen Arbeit. Wenn aber jemand unangemeldet über unsere Schulter schaut, dann “experemtieren wir gerade nur etwas herum” und beteuern, dass der momentan auf dem Bildschirm zu sehende Entwurf den beurteilungswürdigen Status noch gar nicht erreicht hätte.
Tatsächlich finde ich den Ansatz, den Designprozess offener zu gestalten, ziemlich spannend. In der unkommentierten Fassung von Ryans Text kommt seine Vorschlag etwas falsch rüber, wie einige Kommentare, z.B. der von Andy Rutledge, erahnen lassen. Gemeint ist wohl nicht, dass nun reine Projektmanager den Designprozess steuern, sondern, dass Designer als Projektleitende in kürzeren Feedbackrunden Schwächen/Stärken mit anderen Designern herausarbeiten.
Ob so letztendlich wirklich bessere Ergebnisse erzielt werden, ist natürlich schwer zu sagen, zuviele Faktoren wie Projektart, Teamzusammensetzung und einzelne Persönlichkeiten spielen dabei eine Rolle. Ausprobieren würde ich es dennoch gerne, da ich glaube, dass der Lerneffekt für alle Beteiligten durch die Teamarbeit und eventuell verstärkt geforderte Rechtfertigung von Designentscheidungen sehr groß ist.

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Responsive Webdesign – Das neue Buch von Ethan Marcotte bei A Book Apart

Es gibt mal wieder Neuigkeiten aus dem Hause A Book Apart. Seit heute ist nämlich das von mir schon lang ersehnte Buch Responsive Web Design von Ethan Marcotte erhältlich. Nach den Titeln zu CSS3, HTML5 und Content Strategy ist jetzt das nächste große aktuelle Thema im Web dran.
Ethan Marcotte schreibt in fünf Kapiteln über die Bedeutung von responsive, flexible Grids, was bei Bildern zu beachten ist (Kapitel probelesen) und über Media Queries. Jeffrey Veen von Typekit lobt das Buch und mißt der Thematik zu recht eine ziemlich große Bedeutung für die Zukunft der Webentwicklung bei:

Day by day, the number of devices, platforms, and browsers that need to work with your site grows. Ethan’s straightforward approach to designing for this complexity represents a fundamental shift in how we’ll build web sites for the decade to come.

Der Preis bleibt, wie bei allen Titeln zuvor, sehr angemessen. Bei $18 für das gedruckte Buch, $9 für die eBook-Version und $23 für das Bundle kann man nicht meckern. Jetzt zuschlagen.

Ich hoffe, ich schaffe es dieses mal, einen Folgeartikel mit mehr Infos und Einschätzungen zum Inhalt zu schreiben. Versprochen hatte ich es ja schon beim letzten A Book Apart Buch.

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iA Writer endlich für Mac


Nachdem der Agentur Information Architects rund um Oliver Reichenstein mit der Writer-App auf dem iPad schon ein riesiger Erfolg gelungen ist, gibt es die App nun endlich auch für den Mac. Bei Writer handelt es sich einfach gesagt um ein auf das Wesentliche reduziertes Schreibtool: Keine Einstellungen, keine Menüs, nur das “Blatt Papier” im focus mode, keine Maus, keine Formatierung, keine Ablenkung. (Video anschauen!)

Ich habe heute 14,49€ im App Store investiert und kann schon nach ein paar Stunden sagen, dass es sich absolut lohnt!

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Usability-Frage: Übersichtsseiten bei Navigationen über mehrere Ebenen?

Vielleicht wäre es cool aus den “Usability-Frage”-Artikeln eine kleine regelmäßige Serie zu starten, in der ich ab und zu Fragen aus dem Bereich Usability stelle, die dann hier gemeinsam diskutiert werden können.

Heute geht es um eine Frage, die mich oft bei der Konzeption von Menüs beschäftigt und mit der Usability von Drop-Down-Menüs zusammenhängt. Sie lautet:
Wenn mit mindestens 2 Navigationsebenen gearbeitet wird, hat dann ein Menüpunkt der obersten Ebene eine eigene Unterseite oder sollte automatisch auf eine Seite der zweiten Ebene (Subnavigation) weitergeleitet werden?

Beeinflusst wird die Wahl der Struktur natürlich durch weitere Faktoren, z.B. ob so viel Content untergebracht werden muss, dass es sich lohnt Übersichtsseiten zu installieren, die die einzelnen Unterseiten der unteren Navigationsebenen vorstellen. Oder ob das Drop-Down-Menü über Klicks oder den Hover-Status gesteuert wird. Ich bin der Problematik meist durch eine Steuerung über Klicks aus dem Weg gegangen, weil ich das für die bessere Lösung aus Usability-Sicht halte (z.B. sicherer für Touchscreen-gesteuerte Endgeräte). Ich hatte aber auch schon Kunden, die explizit Hover-Menüs gefordert haben.

Eine allgemeingültige Antwort wird es aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen also garantiert nicht geben. Mich interessiert trotzdem, wann ihr welche Lösung präferiert und welche Argumente dabei für euch eine Rolle spielen.

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Who See Ads: Werbung in WordPress schalten und regeln

Werbeanzeigen auf Websites ist ein heikles Thema und wirkt bei Verlagen neben den sogenannten Paywalls oft als verweifelter Schritt, mit dem eigenen Webangebot irgendwie Geld zu verdienen. Nicht selten leidet darunter der Besucher, der im schlimmsten Fall nicht mehr ohne Umwege an den gewünschten Content gelangt und deshalb verständlicherweise zum AdBlocker greift.
Ein Grund mehr, ganz genau darauf zu achten, wie man Werbeanzeigen im eigenen Blog integriert und wen man “belästigt”. Seit ein paar Tagen habe ich hier mit dem WordPress-Plugin Who See Ads eine Empfehlung von Perun im Einsatz und bin begeistert von der Einfachheit der Bedienung. Das Plugin sorgt trotz seines Alters hervorragend dafür, dass einzelnen Werbeblöcken bestimmte Regeln zugewiesen werden können, so dass diese nicht immer und überall erscheinen.

Nach der Installation sind keine großen Änderungen notwendig und man kann eigentlich sofort loslegen. Der untere Screenshot zeigt die Einstellmöglichkeiten im Backend, die quasi unendlich viele Regel-Kombinationen bieten, um Werbung ganz bestimmten Besuchergruppen in ganz bestimmten Situationen zu präsentieren. Nach der Konfiguration der Regeln und der Eingabe des Ad Codes (z.B. AdSense) erhält man zwei verschiedene Code-Schnipsel. Einen für die direkte Integration in den HTML-Code, um eventuell immer an der gleichen Stelle in Artikeln Werbung erscheinen zu lassen. Den anderen für eine manuelle Platzierung in Artikeln, bequem über den Editor.

Beispielanwendung: Ich zeige in Artikeln erst Werbung an, wenn sie älter als 30 Tage sind und die Besucher über Suchmaschinen zu mir kamen, so dass Stammleser von diesen Einblendungen kaum betroffen sein sollten und hoffentlich keine störende Wirkung entsteht.

Eine allgemeingültige Formel für den Erfolg mit Werbeanzeigen bietet natürlich auch Who See Ads nicht, bringt das ganze aber einen großen Schritt weiter und lässt Experimente auf dem Weg zur eigenen Formel zu. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Stört euch eigentlich die Werbung hier auf frontand.de?

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Leg dich nicht mit der S-Bahn Berlin an! Gelungene Imagepflege?

Das Image der S-Bahn Berlin scheint, wenn man den Umständen der letzten Tage Beachtung schenkt, nicht sehr gut zu sein. Dass es der S-Bahn Berlin GmbH, bzw. der Deutschen Bahn, ziemlich am Hintern vorbei geht, wie deren Image bei den Schwarzfahrern da draußen so ist, da bin ich mir ziemlich sicher. Friedlich neben der Spezies der boshaften Schwarzfahrere existieren allerdings auch noch die harmlosen Deppen, die ganz einfach das Ticket-System der BVG nicht verstehen oder fett gedruckte Hinweise überlesen. Zu diesen Deppen zähle ab sofort auch ich.

Ohne groß ins Detail zu gehen, kann ich euch verraten, dass ich letzten Monat im Rahmen der re:publica11 in Berlin für 27,20€ eine 7-Tage-Fahrkarte kaufte und diese, im Glauben, das Datum sei vom Automaten aufgedruckt, nicht mehr abstempelte. Nach 2 kontrollfreien Tagen geriet ich mit Jonathan letztendlich doch in die Fänge der Kontrolleure und wurde prompt des Betruges überführt. Unabhängig davon, ob der Kontrolleur richtig handelte, indem er mich in die Schublade der boshaften Schwarzfahrer steckte und mir ein Bußgeld von 40€ aufs Auge drückte, möchte ich hier ein wenig Kritik loswerden und offen bezweifeln, dass so eine gelungene Imagepflege funktioniert. Denn mit meiner nüchternen Überführung höhrte der Spaß noch nicht auf. Bewusst oder unbewusst ließ ich die Sache ein paar Tage auf sich beruhen und erhielt vor ca. 1,5 Wochen Post der infoscore Forderungsmanagament GmbH, die sich nun als freundliches Inkassounternehmen um die Forderungen der S-Bahn Berlin GmbH kümmern wollte. Das wirkte auf mich in etwa wie die frühpubertären Ich-hole-meinen-großen-Bruder-Aktionen. Versteckt hinter dem Rücken der Inkassogesellschaft forderte die S-Bahn Berlin nun statt der 40€ auf einmal satte 79,50€ (Zinsen, Kontoführungs- und Dienstleistergebühren)! Auch eine sofortige Zahlung der 40€ konnte diese Forderung nicht mehr stoppen, wie mir einige Tage später weitere mit Rechtsbelehrungen gefüllte Inkasso-Briefe erklärten. Mit wenig Lust auf einen ausufernden Streit blieb mir nichts anderes übrig, als auch die Restforderung zu begleichen. Naja, 106,70€ für 5 Tage Bewegungsfreiheit in Berlin sind ja nicht zu viel verlangt, wenn sie so nett eingetrieben werden.

Vielleicht ärgere ich mich zu unrecht, vielleicht hat die S-Bahn Berlin aus schlechten Erfahrungen mit boshaften Schwarzfahrern gelernt, vielleicht bin ich selber Schuld. Aber vielleicht bleibt die S-Bahn Berlin bei mir als Depp jetzt als feiges angrifflustiges Unternehmen im Gedächtnis. Vielleicht musste alles auch nur mal raus :)

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