David Meldrums illustrierte Mahlzeiten

Der Illustrator und Grafikdesigner David Meldrums ist seit einem seiner letzten Projekte auch bekannt als der Food Illustrator. Im Juni 2010 nahm er sich vor, alles, was er täglich im Zeitraum eines Jahres trinken und essen würde, zu illustrieren. Für die Collagen nutzte er verschiedene Techniken wie Acryl- oder Wasserfarben, Feder und Tinte.

Herausgekommen ist nicht nur ein wirklich sehenswertes Kunstwerk sondern auch ein spannendes kulinarisches Tagebuch. In der ARCH 402 Gallery in London waren alle seine 356 Bilder bereits in einer Ausstellung zu bestaunen, ich hoffe, dass es dazu bald weitere Gelegenheiten geben wird.

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Details machen den Unterschied – Die duftende Bahnhofsunterführung

Es sind oft kleine Details, die das Gefühl beim Umgang mit bestimmten Gegenständen, Diensten oder Umgebungen (im digitalen Bereich meist User Experience genannt) ins Positive oder Negative tendieren lassen. Das gilt in nahezu allen Bereichen des Lebens. Manchmal sind sie nicht auf den ersten Blick erkennbar und lassen sich nicht richtig erklären, sie wirken eher unterbewusst.

Ein gutes Beispiel dafür liegt direkt vor meiner Haustür – eine unscheinbare Bahnhofsunterführung. Obwohl ich fast täglich durch diese gehe, ist mir erst vor kurzer Zeit bewusst aufgefallen, dass ein bestimmtes Detail die Benutzung sehr viel angenehmer macht als bei anderen Unterführungen. In den meisten Fällen kommen wohl Gerüche (oder besser Gestank) nach Urin, Bier oder Rauch und eine düstere, eher ungemütliche Atmosphäre in den Sinn, wenn man an Bahnhofsunterführungen denkt. Hier in Stade ist das etwas anders. Sobald man die Unterführung betritt erreichen Gerüche nach frisch gewaschener Wäsche die Nase. Die ersten Male dachte ich, hier wäre eine Einkaufstüte samt Waschmittel-Box aufgeplatzt, aber bei genauerem Hinschauen sieht man an den Wänden diese Boxen (siehe Bild unten), die für den Duft verantwortlich sind. Eine simple Idee mit großer Wirkung, denn mittlerweile gehe ich sogar ganz gerne durch diese Unterführung, da ich immer an eine Waschküchenatmosphäre erinnert werde und diesen Geruch nach Wäsche liebe.


Das Beispiel, vielleicht gerade weil es um ein ganz normales alltägliches Problem geht, verdeutlicht ziemlich gut, dass teilweise relativ winzige Details, unabhängig vom Themengebiet, eine Nutzungserfahrung komplett umkehren können. Jeder von uns wird diese Details kennen, nicht jedem wird sofort eines einfallen, da sie, wie oben schon beschrieben, eher wirken ohne dabei aufzufallen. Aber bei jedem Projekt, egal in welcher Branche, hilft es ungemein, sich diesen Umstand immer wieder vor Augen zu führen, weil es sich letztendlich lohnt. Die Liebe zum Detail wird in fast allen Fällen von Kunden, Partnern, Nutzern oder Chefs gewürdigt und honoriert.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit bestimmten Details gemacht, die den Ausschlag zu positiven oder negativen Erfahrungen mit Produkten geben? Seid ihr detailverliebt oder sind die kleinen Dinge, die oft die meiste Zeit fressen, für euch eher lästig?

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Swedish Design Award 2010/2011 – Ausstellung in Hamburg


Noch bis Mitte September ist die Design S/Swedish Design Award 2010/2011-Ausstellung in Hamburg zu sehen. Design S ist Schwedens bedeutendster Preis für Design, der in diesem Jahr unter dem Motto “Nachhaltigkeit” kreatives und innovatives Design prämiert. Die Ausstellung findet in Hamburg im Rahmen als “European Green Capital 2011″ statt und wird in fünf Einkaufszentren unterwegs sein. Die genauen Orte und Termin gibts hier. Ich war heute in der Europa-Passage und habe mir ein paar Objekte genauer angeschaut und kann sagen, es lohnt sich. Zu empfehlen sind auch die Führungen, die jeweils drei mal pro Tag um 14, 15 und 16 Uhr angeboten werden.
Eine Liste aller nominierten und prämierten Arbeiten findet ihr auf der Award-Website oder im Ausstellungskatalog, ein paar Beispiele gibt es aber schon mal hier:

LA BIENNALE DI VENEZIA
Auftraggeber / La Biennale di Venezia
Design / Stockholm Design Lab


Botanic
Auftraggeber / Bolon
Design / Bolon


The Harry Stool
Auftraggeber / Massproductions
Design / Chris Martin


Ogle
Auftraggeber / Ateljé Lyktan
Design / Form Us With Love


Verdandi
Auftraggeber / Semcon
Design / Semcon Design

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Ein Muss für Typo-Fans: Samy Deluxe – Poesie Album


Seit ein paar Tagen gibt es mit Schwarz Weiss* nach über zwei Jahren wieder eine neue Platte von Samy Deluxe und ich muss sagen, ihm ist da wirklich ein richtig gutes Album gelungen. Für die Design- und Typographiefans unter euch, die mit Hip Hop nicht ganz so viel anfangen können, wird höchstwahrscheinlich trotzdem etwas dabei sein. Ihr solltet euch nämlich dringend das Video zu “Poesie Album” (Ich hoffe, ihr werdet von der üblen Nestle-Werbung verschont) anschauen.


Genau wie der Liedtext, steckt das Video voller liebevoll gestalteten Details, die man erst nach mehrmaligem Sehen, bzw. Hören, erkennt. Ich hab es mir jetzt bestimmt 5 mal hintereinander angeschaut und das Video und die Musik dazu werden immer cooler und cooler. Ich bin echt tief beeinruckt von der Umsetzung und gratuliere allen Beteiligten zu diesem Kunstwerk.

Einen richtig guten Eindruck von der Arbeit hinter dem Clip und den ganzen versteckten Details verschafft das Making Of, das ich euch hiermit auch wärmstens ans Herz lege:


*Affiliate-Link

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Internationales Webdesign – manchmal ist hässlich auch schön! (Gastartikel)

Für manch einen westeuropäischen Webdesigner sind einige gern genutzte chinesische Websites eine Art Kulturschock. Überall blinken Banner, grelle Farben stechen ihm ins Auge und er wendet sich mit Grauen ab. Wer Beweise für solche Aussagen benötigt, möge sich chinesische Seiten wie Sina.com.cn oder die Jobbörse 51job.com ansehen. „Andere Länder, andere Sitten, anderes Webdesign“ – wer nur Websites für deutsche Zielgruppen erstellt, mag es bei solch einem Satz belassen und sich anderen Dingen widmen.

Wer allerdings für internationale Kunden Websites entwickelt, sollte sich vielleicht doch eingehender damit beschäftigen, was im jeweiligen Zielland als gutes und attraktives Webdesign gilt. Dabei stößt er dann auch unweigerlich auf kulturelle Unterschiede im Allgemeinen sowie auf die Frage, inwieweit ehemals definierte Unterschiede mit Bezug auf Webdesign heute noch gelten. Die Sache ist ein bisschen kompliziert.

Klarheit braucht nicht jeder!

Kulturmodelle sprechen eine deutliche Sprache: In westeuropäischen Ländern sind klare Aussagen, etwa klar und deutlich ausgesprochene Kritik, vielfach positiv besetzt. Chinesen und Japaner lieben diese direkte Sprache häufig viel weniger. Direkte Kritik brüskiert schnell, man umschreibt viele Dinge eher, als sie „klar beim Namen“ zu nennen. Ist das so? Es ist wohl zumindest etwas dran! Was das mit Webdesign zu tun hat? Nun, auch Designsprache ist kulturell verankert und weist teils durchaus ähnliche Unterschiede auf.

  • Wo westeuropäische Website-Besucher Wert auf Klarheit und Übersicht einer Website legen, kann etwa für chinesische Internetnutzer eine für europäische Augen unübersichtliche Seitenstruktur durchaus die richtige Wahl beim Webdesign sein. Ein Mehr an Fotos, mehr visuelle, blinkende Elemente zeichnen oftmals chinesische Websites aus. Auch bei der Navigation durch die Seite dürfte manch einem Europäer bei chinesischen Websites die Klarheit fehlen. Wer die Unterschiede nochmals illustrieren möchte, mag sich einerseits die deutsche McDonalds-Seite Mcdonalds.de und andererseits ihr chinesisches Pendant Mcdonalds.com.cn ansehen. Letztlich gilt: Eine chinesische Website muss einem Europäer nicht unbedingt gefallen. Dass sie der chinesischen Zielgruppe gefällt, ist sehr viel wichtiger.
  • Andererseits sagt etwa Medienmacher David Hiebaum in seinem Online-Leitfaden „website usability in China“, dass sich Seiten mit westlichem Designstil eines größeren Vertrauens bei chinesischen Internetnutzern erfreuen. Das steht konträr zu einigen der oben genannten Informationen und verwirrt etwas.

Genau hier zeigt sich die Schwierigkeit, der deutsche Webdesigner bei der Produktion von Websites für Besucher aus einem anderen Kulturraum stets ausgesetzt sind. Kultur ist nicht statisch, vielmehr stets in Entwicklung. Was dem Chinesen gefällt, ist angesichts über einer Milliarde individueller Chinesen schwierig zu definieren, auch wenn Individualität allgemeinen in der chinesischen Kulturtradition weniger Bedeutung hat als in der westlichen. Und was Chinesen wichtig, gut, attraktiv finden, ändert sich bei ihnen ebenso im Lauf der Zeit wie bei Deutschen, US-Amerikanern, Nigerianern, Australiern und Brasilianern.

Die Sache mit den Farben

Farbsymbolik und -nutzung unterscheidet sich zwischen den Kulturräumen. Grün ist etwa in vielen islamischen Ländern religiösen Inhalten vorbehalten und man würde viele Menschen verärgern, wenn man die Farbe für eine Seite mit kommerziellen Inhalten verwendet. Hier kommt man schnell in den Bereich der von Kulturen definierten Tabus, die über die Frage kultureller Unterschiede hinausgehen. Wer in solchen Bereichen Fehler macht, gefährdet unter Umständen ganze Projekte.

Farbsymbolik: Die teils unterschiedliche Farbsymbolik in verschiedenen Ländern nicht zu beachten, ist da oftmals weniger folgenreich. Dennoch sollten international agierende Webdesigner wissen, dass Weiß zwar in der westlichen Kultur für Reinheit steht, in alter chinesischer Kulturtradition aber eher mit Alter oder auch Herbst und bisweilen Trauer verbunden ist. Zumindest weiß man dann, dass eine Frau im eleganten weißen Kleid einen Chinesen nicht zwangsläufig an Hochzeiten erinnert.

Internationales Webdesign zwischen Stereotypen und Ignoranz.

Wer eine Website für chinesische Internetnutzer oder die irgendeines anderen fremdsprachigen Landes entwickelt, das er nicht wirklich kennt, kommt nicht umhin, sich mit der Kultur des Landes im Hier und Jetzt zu beschäftigen. Kulturelle Unterschiede zu ignorieren, ist selten ein guter Weg. Kulturmodelle aus der Anthropologie können erste Ansätze bieten, dürfen aber nicht dazu verführen, in Stereotype zu verfallen (alle Chinesen lieben Blinkendes). Gut sind Erfahrungsberichte von Designern, die bereits seit längerer Zeit Websites für Internetnutzer des jeweiligen Landes entwickeln. Noch besser ist die Kooperation mit Menschen, die im Land Zuhause sind und vielleicht täglich Websites in der jeweiligen Sprache im Internet besuchen. Das schafft den nötigen Abstand zu eigenen Vorstellungen von „hässlich“ und „schön“ und lässt einen in eine Kultur eintauchen, in der viele Menschen Dinge vielleicht ganz anders sehen.

Über den Autor: Christian Arno ist Gründer und Geschäftsführer des internationalen Übersetzungsbüro Lingo24, der auf drei Kontinenten tätig ist. Folge Lingo24 auf Twitter.

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Zeeman überrascht mit Guerrilla Aktion auf der Amsterdam Fashion Week

In der letzten Woche sorgte der niederländische Hersteller von Discount-Kleidung Zeeman auf der Amsterdam International Fashion Week für großes Aufsehen. Mit dem fiktiven Newcomer-Luxus-Modelabel FRANK initiierte man eine aufwändig geplante Modenshow und konnte das Publikum mit den gezeigten Designs überzeugen. Erst am Ende wurde aufgelöst, dass Zeeman hinter der Marke FRANK, der Kollektion und der Show steckte.

Angeblich wussten nur 5 Mitarbeiter, die mithilfe vieler Freelancer das Label FRANK erfanden und die gesamte Show planten, über die Guerilla-Aktion bescheid. Ohne, dass im Vorfeld Information durchgesickert waren, ist Zeeman damit wirklich eine geniale Umsetzung einer guten Idee gelungen, die auch medial ein voller Erfolg wurde. Unzählige Tweets, Blogs und die größte niederländische Zeitung De Telegraaf berichteten und stahlen so den anderen Labels mit dem Motto “Gute Mode muss nicht teuer sein” im wahrsten Sinne des Wortes die Show.

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Der perfekte Artikel?

Wahrscheinlich ist es die Illusion, etwas perfekt machen zu können, wenn nur genug Zeit vorhanden wäre, die uns oft daran hindert, weiter voran zu kommen und uns weiter zu entwickeln. Immer wieder denke ich daran, wenn ich blogge. Auch nach dem dritten Lesen eines Artikels finden sich Passagen, die umgeschrieben noch besser klingen, in denen interessante Quelle verlinkt werden könnten oder die inhaltlich nun doch nicht mehr so gut zu passen scheinen. Anstatt einen Artikel mit kleinen Mängeln zu veröffentlichen, wird er dann zu den Entwürfen gesteckt, denn morgen oder übermorgen bleibt noch genug Zeit, um ihm den letzten Schliff zu verpassen. Enden wird das dann meist so, dass die Entwurfsliste in WordPress mit “unvollständigen” Artikeln überquillt und ich nach einiger Zeit anfange, Artikel auszusortieren, weil sie mir nicht mehr gefallen oder nicht mehr aktuell sind.
Ein Teufelskreis der Stagnation: Ich veröffentliche weniger Texte, verbessere mich dadurch langsamer, produziere weiter Artikel mit unbefriedigender Qualität, die nicht veröffentlicht werden, was mich wiederum am eigenen Fortschritt hindert …

Für’s Lernen scheitern

Schreiben ist wie Joggen, sagt Chris Brogan in einem seiner Artikel über die Disziplin, täglich einen neuen Artikel zu schreiben. Durch Training steigert man die eigene Leistungsfähigkeit. Wenn aber erst 3 Tage lang überlegt wird, wie man am besten läuft, verschenkt man Zeit und Möglichkeiten sich selber zu verbessern – auch durch Fehler.
Neben der Motivation, Gedanken und Wissen zu teilen, treibt mich auf FRONTAND auch die Chance an, etwas für mich selbst zu tun. Ich möchte meinen Schreibstil verbessern, mich stärker mit Themen auseinandersetzen und zu Kommunikation und Diskussionen anregen, um so wieder neuen Input von euch zu erhalten. Um das zu erreichen möchte ich hier gerne mehr Texte veröffentlichen und dafür auch in Kauf nehmen, mit der ein oder anderen Passage nicht ganz zufrieden zu sein.

Niemand hat mit dem perfekten Produkt begonnen und der erfolgreichste Lernprozess läuft häufig über das bekannte und zu oft gebrauchte Sprichwort „Probieren geht über studieren!“. So soll dieser Beitrag nicht dazu aufrufen, in Zukunft den eigenen Qualitätsanspruch zu verteufeln oder zu vernachlässigen, sondern lediglich daran erinnern, dass es den perfekten Artikel nicht gibt und ein guter Weg für die eigene Weiterentwicklung immer noch das “einfach mal Machen” ist (Ohne dabei einen Freifahrtsschein für schlechte oder unvollständige Texte auszustellen). Auf geht’s!

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Der Trick mit den Invites – Google+, Dribbble, FFFFound, Google Wave und co.

Seit einiger Zeit ist im Internet der Trend zu beobachten, seinen Dienst oder seine Plattform nur noch per Einladung zugänglich zu machen. Prominentestes Beispiel dafür ist sicherlich das kürzlich gestartete Projekt Google+. Kurz nach der Ankündigungen zum Start wurden sämtliche Kanäle mit Invite-Anfragen überschwemmt.
Aber warum sieht man vermehrt, dass Nutzer erstmal ausgeschlossen werden? Die ursprüngliche Idee dieser “geschlossenen Gesellschaft” war, ein Nadelöhr zu schaffen, um den Ansturm von Besuchern in Grenzen zu halten und in einer Beta-Phase kontrolliert einer bestimmten Menge Nutzern Zugang zu gewähren. Mittlerweile scheint die Vorgehensweise aber ein strategisches Marketing-Instrument zu sein. Durch künstliche Verknappung wird die Nachfrage angekurbelt und das Projekt bleibt im Gespräch. Natürlich hängt der Erfolg des Produkts letztendlich davon ab, was nach diesem “Invite” geboten wird, der Werbeeffekt kann aber sehr groß sein. Das zeigte sich beispielsweise sehr gut bei Google Wave, das einen der wohl größten Invite-Hypes auslöste, letztendlich aber mit seinem Angebot scheiterte. Das Prinzip scheint sich dennoch durchzusetzen, denn beobachtet man, wie Invites auf Blogs verlost, auf Ebay verkauft oder über Twitter getauscht werden, lässt sich das Potenzial erahnen. Wer einen Invite ergattert, gehört zum erlesenen Kreis. Ähnlich praktiziert das auch Apple, die mit dem iPhone gezeigt haben, wie eine geringe Stückzahl die Nachfrage enorm steigern und das Gefühl des Statussymbols erhöhen kann.

Qualität im Schaufenster

Ein weiterer Grund für den Einsatz des Invite-Prinzips ist der Wunsch, die Qualität der Inhalte hoch zu halten. Gut zu sehen bei den im Design-Bereich angesiedelten Seiten Dribbble, ffffound oder Forrst, die ihre Inhalte zwar für jeden zugänglich machen, Funktionen zum Mitmachen aber nur für (per Invite) angemeldete Nutzer bereit stellen. Man hofft so, dass hochwertige und kreative Beiträge dominieren und nicht in der Masse untergehen. Talentierte und engagierte Nutzer, die sich die Mühe machen, an eine Einladung zu kommen, gehören zur erwünschten Zielgruppe. Das scheint bisher auch ganz gut zu funktionieren, an Invites kommt man oft nur mit einem vorzeigbaren Portfolio oder muss von Mitgliedern ausgewählt werden. Forrst geht mit der Qualitätssicherung sogar noch einen Schritt weiter und verwarnt Mitglieder, deren Einladungen sich nicht an die Regeln halten und Mist bauen.

Ein Zaun als Allzweckwunderwaffe für jeden Webservice?

Es sollte gut überlegt sein, wann und wo das Invite-Prinzip genutzt wird. Neben unterschiedlichen Faktoren, die für oder gegen einen Einsatz sprechen könnten, muss eine grundlegende Vorraussetzung erfüllt sein, um positive Effekte zu erreichen: Der Service muss begehrt sein. Das kann durch gute Rezensionen und Empfehlungen von Nutzern, aufgrund von Ankündigungen bekannter Unternehmen, durch vielversprechende Einblicke oder durch halboffene Systeme (siehe Dribbble und Co.) geschehen. Wenn das nicht gegeben ist, kann sich der “Trick” sehr schnell auch kontraproduktiv auf das eigene Produkt auswirken.

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Eine Zwischenbilanz: Halbjahresstatistik von FRONTAND.de


Ende 2010 hatte ich schon mal einen kleinen Einblick in die Besucher-Statistiken von FRONTAND.de gegeben und würde nun, ein halbes Jahr später, gerne analysieren, was sich seitdem getan hat. Ich möchte damit den Zahlenfreunden unter euch ein wenig Futter geben, gleichzeitig aber auch für mich selbst analysieren, wie es mit diesem Blog voran geht.
Konkrete Ziele hatte ich nicht formuliert, wollte aber den postivien Trend, der seit letztem Herbst deutlich erkennbar war, wenn möglich fortsetzen. Da ich gemerkt habe, dass Interesse auf jeden Fall besteht, die Häufigkeit und Regelmäßigkeit neuer Beiträge aber extrem wichtig ist, hatte ich mir vorgenommen, mehr Artikel zu veröffentlichen. Das ist mir nur bedingt gelungen. Magere 29 neue Artikel sind 2011 veröffentlich worden, die Frequenz ist aber seit April stark gestiegen. Es gibt also Hoffnung für die nächste Zeit :)

Weitere Zahlen & Fakten

Der Blick auf die konkreten Zahlen ist trotzdem sehr erfreulich. Mit 6.593 Besuchern konnte ich nach nur 6 Monaten bereits die Zahl aus dem gesamten Vorhjahr (6.395) knacken. Mobile Endgeräten waren bei 4,29 % aller Besuche im Einsatz. Insgesamt gab es 13.229 Seitenaufrufe (2010: 15.202) und die Verweildauer der Besucher betrug durchschnittlich verbesserungswürdige 1:17 Minuten (2010: 1:34). Sehr gut hat sich der Traffic über Suchmaschinen entwicklt, denn mit 2.044 verschiedenen Keywords wurde die Anzahl aus 2010 (1.129) fast verdoppelt. Top-Keywords waren: “mockup”, “psd vorlagen”, “prototype website mood”, “mockups” und “marketing ikea”.

Die Quellen der Besucher setzen sich weiterhin hauptsächlich aus Google (über 50%), Facebook und Twitter zusammen. Das Diagramm rechts zeigt die Verteilung und die große Bedeutung der Suchmaschinen für mich sehr deutlich. Twitter und Facebook (mit der neuen FRONTAND-Page) holen allerdings langsam auf.

Interessant ist vielleicht noch eine kleine Übersicht der Browser. Deutlich in Führung liegt der Firefox (56,17 %) gefolgt von Chrome (14,12 %), Safari (13,97 %), Internet Explorer (10,35 %) und Opera (3,00 %).

Die beliebtesten Artikel im ersten Halbjahr

  1. Wireframe vs. MockUp
  2. Wireframes (web based tools)
  3. “Wir sind Helden”-Antwort auf BILD-Anfrage Marketing für neue Single?
  4. 365psd – kostenlose psd-Vorlagen als Download
  5. Quellen für hochwertige und kostenlose PSD Vorlagen
  6. IKEA Guerilla-Marketing im Kino
  7. ZEIT ONLINE optimiert Seite mit HTML5 für das iPad
  8. Beispiele für kreative Werbung – Teil 1
  9. Deutsche Bahn erneuert User Interface der Fahrkartenautomaten
  10. Webbasierte Feedback-Tools für Designer

Sehr auffällig hierbei ist, dass wirklich neun der Top10-Artikel aus dem letzten Jahr stammen. Es freut mich natürlich einerseites, dass die Artikel noch so viele Besucher anziehen, andererseits wundert es mich, dass keine aktuelleren Artikel in der Liste zu finden sind. Vielleicht lohnt sich in diesem Zusammenhang mal eine Analyse der langfristigen und kurzfristigen Bedeutung von Artikeln und Themen.
Außerdem ist zu erkennen, dass die Themen Wireframes und PSD Vorlagen weiterhin sehr beliebt zu sein scheinen. Zu diesem Bereich gibt es bald auch neue Artikel.

Einnahmen durch den Blog

Tja, zu diesem Thema lässt sich noch nicht sehr viel sagen, denn Einnahmen gibt es so gut wie gar nicht. Zwar sind in einigen älteren Artikeln Google AdSense Blöcke eingebunden, die bringen aber eben nur kleinere Cent-Beträge, also nicht erwähnenswert. Trotzdem steht das Thema für die Zukunft auf meiner To-do-Liste. Es wird nicht darum gehen, hier alle freien Flächen mit blinkenden und störenden Werbebannern vollzupflastern, sondern geeignete Monetarisierungsmöglichkeiten für Blogs, speziell für meinen, zu finden. Es wird also nicht einfach passieren, sondern ich werde etwas zu den Möglichkeiten und später zu meinen Erfahrungen schreiben.

Fazit und Ziele für die nahe Zukunft

Obwohl ich mit der Anzahl der neu erschienenen Artikel nicht zufrieden bin, überzeugen mich die Zahlen zum größten Teil dann doch. Auch wenn der ein oder andere Wert gesteigert werden muss, sieht die Entwicklung weiterhin positiv aus. Das Potenzial sollte noch lange nicht ausgeschöpft sein und so werde ich mir für das kommende Halbjahr einige Ziele stecken, die mich anspornen sollen. Diese Ziele lauten: 12.000 eindeutige Besucher, 30.000 Seitenaufrufe, über 100 Abonnenten des RSS-Feeds und natürlich viele fröhliche Leser.

Jetzt kommt ihr!

Auch euch würde ich im Rahmen dieser Zwischenbilanz gerne fragen, ob ihr Anmerkungen, Kritik, Lob oder Fragen habt, die euch zu mir oder zu diesem Blog auf der Seele liegen. Wenn ja, dann raus damit, ich freue mich über jedes Feedback und danke euch, dass ihr hier so fleißig vorbei schaut!

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nackte WordPress Themes für Entwickler

Beim Entwickeln eines eigenen WordPress Themes bietet es sich nicht an, wirklich bei null anzufangen. Zu empfehlen sind zwei Vorgehensweisen: 1. Entweder ein bestehendes Theme anpassen, das schon möglichst viele der Funktionen zur Verfügung stellt, die man sich letztendlich auch für das fertige Theme wünscht oder 2. mit einem “nackten” Theme beginnen, das nur rudimentäre und ungestylte Funktionen und Vorbereitungen bereit stellt, die die Startphase verkürzen. Dazu gehören z.B. Template- und Ordner-Struktur und CSS-Dateien (reset, layout etc.).

Ich nutze gerne den 2. Weg, da man so die volle Kontrolle über den Code und die Funktionen des Themes hat. Wer ebenfalls diese Methode präferiert, für den gibt es mittlerweile eine ganze Menge kostenloser “Entwickler-Themes”, von denen ich mal 4 ausgesucht habe und hier empfehlen möchte:

  • Starkers
    Diese Basis nutze ich selber bei den meiseten Projekten, wenn es ein komplett neues WordPress Theme werden soll. Ich bin echt zufrieden, auch weil man merkt, dass es weiter entwickelt und neuen Trends und Standards angepasst wird. Demo
  • Roots
    Das Roots Theme habe ich noch in keinem Projekt eingesetzt, was ich aber dringend nachholen sollte, denn die Beschreibung klingt sehr vielversprechend. Es basiert auf dem oben erwähnten Theme Starkers, HTML5 Boilerplate und Blueprint CSS. Die wirklich umfangreiche Liste aller Features und Vorteile könnt ihr euch hier anschauen.
  • Bones
    Auch Bones basiert auf HTML5 Boilerplate und 960grid und unterstützt WordPress 3+, Post Types und Post Formats.
  • BLANK
    Dieses Theme stammt von Chris Coyier, einem Autor des relativ bekannten Blogs digging into wordpress und dem gleichnamigen Buch. Da er sehr viele Themes erstellt, hat er ein Starter-Theme entwickelt, das genau auf seine Ansprüchen zugeschnitten ist. Ein Bilck lohnt sich auf jeden Fall. Demo

Welche Starter-Themes nutzt ihr für die Entwicklung eigener WordPress Themes und welche könnt ihr empfehlen?

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